von Johanna:

Interstate 10, Grenze Lousiana-Texas, Sonntag 30.10.2016

Nachdem wir Louisiana verlassen haben, sind wir noch bis Houston gefahren. Der Diesel war hier wieder günstig – 1,99 US $ pro Gallone – und wir haben knapp 577 Liter getankt.

Und weil wir gerade beim Geld ausgeben waren, sind wir ins „Golden Corral Buffet & Grill“ zum Essen gegangen – riesiges Buffet mit Suppen, Salaten, Fisch und Fleisch in verschiedenen Variationen (BBQ, cajun, asiatisch und mexikanisch) und Nachspeisen mit Kuchen, Schokobrunnen, Eis,… Wir hätten fast einen Lift gebraucht um in unserer mobiles Häuschen zu kommen, aber wir haben es gerade so geschafft. War aber echt lecker und günstig.

Houston, Montag 31.10.2016

Wetter: 33 Grad, schwül, morgens nebelig

Der Tag hat gleich mal gut begonnen – da wir heute morgen sozusagen die letzte saubere Unterhose angezogen haben, ist es allerhöchste Zeit zu waschen. Darum war unsere erste Tat heute einen Waschsalon aufzusuchen. Alles wie immer – Wäsche von gut zwei Wochen in eine Riesen-Waschmaschine stopfen, nach gut 30 min in zwei Trockner packen und weitere 30-40 min später die trockene Wäsche zusammenlegen und in die Schränke räumen…nein diesmal leider nicht…unsere Wäsche kommt aus einem Trockner mit Flecken aus gelber Leuchtfarbe…??? Mist, im Trockner haben wir noch Reste davon gefunden. Zwar schauen wir immer in die Waschmaschinen und Trockner ob noch Wäsche vom Vorgänger drin liegt, aber beim Trockner habe ich noch nicht nach oben gesehen, da ich an solche Verunreinigungen nicht gedacht habe – schließlich kommt ja doch gerade gewaschene Wäsche in die Trockner…Zum Glück lässt sich die Leuchtfarbe mit etwas Überredung (Einsatz von Bürste und Fingernägel) entfernen.

Houston sehen wir uns nicht an, da wir im Internet und im Reiseführer nichts gefunden haben, das uns interessiert – ist „nur“ eine moderne Großstadt.

Dann sind wir nach Galveston auf Galveston Island gefahren um uns das „Offshore Drillung Rig Museum“ anzusehen. Auf der ausrangierten Bohrinsel „Ocean Star“ wird erklärt wie das Ölbohren funktioniert – sehr interessant. Sehr tiefes Loch bohren, mit Beton stabilisieren, dann seitlich rundherum Löcher reinmachen und schon kommt Öl heraus… tja, ok nicht ganz so simpel.

Der Besuch auf der Ölbohrinsel wird noch richtig schön abgerundet – ICH (und nicht Klaus) entdecke im Hafenbecken Delfine. Da wir gerade Zeit haben und es so schön ist setzen wir uns auf die Kaimauer und sehen den Delfinen zu …und auch einigen Pelikanen.

Durch Galveston sind wir auch geschlendert.

Und weil es gestern so gut geschmeckt hat und wir um 18 Uhr an einem Golden Corral vorbeigekommen sind, haben wir uns nochmals das Buffet gegönnt. Diesmal gab es sogar Steaks – medium gebraten, butterzart, wow! Das Erklimmen von Balu ist auch nicht leichter gewesen als tags zuvor. Diesmal werden wir wohl nicht abgenommen haben, wenn wir nach Hause kommen – die 7 kg die wir bei unserer ersten Tour verloren haben, sind am Ende dieser Tour wahrscheinlich wieder drauf – oh weh! Aber wir dürfen auf dem Parkplatz bei Meeresrauschen übernachten.

Von Halloween bekommen wir nichts mit, außer ein paar geschmückte Häuser und kostümierten Kindern.

Kosten:
Offshore Drilling Rig Museum          US $ 6,00/Pers.

Galveston, Dienstag 01.11.2016

Wetter: 32 Grad, schwül, nachmittags immer mal wieder Gewitter

Galveston Island ist eine schmale Insel im Golf von Mexico.  In Galveston gibt es große Hotels und das Drumherum dazu, aber schon etwas weiter südlich wird es ruhiger. Hier steht eher das Wochenendhaus/-apartment als die große Bettenburg. Und es gibt Zugänge zum Strand die man mit dem Fahrzeug befahren kann. Balu kommt zwar gerade so unter der Stromleitung, die die Häuser mit Strom versorgt, durch, aber dann können wir bis zum Wasser mit ihm fahren, da der feuchte Sand ausreichend fest ist.

Die Insel wird immer schmaler und so hat man bald links und rechts den Blick aufs Wasser. Bemerkenswert sind hier die Häuser, tolle Lage direkt am Sandstrand, unverbaubarer Meerblick, hört sich doch super an, oder?

Tja, ich verzichte, die Häuser stehen alle auf 4-5 m hohen Stelzen – für die nächste große Welle. Und vor einem Hurricane ist man hier nie sicher.

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Dann verlassen wir den Atlantik, ihn werden wir voraussichtlich erst wieder 2018 sehen, wenn wir in Mexico sind.

Nachmittags auf dem Weg nach San Antonio fahren wir immer wieder durch Gewitter.

Seguin, Mittwoch 02.11.2016

Wetter: 30 Grad, noch schwüler…uff

Wir fahren noch ein kurzes Stück nach San Antonio. Nicht weit von „The Alamo“ finden wir einen Parkplatz.

Die Schlacht von Alamo wurde vom 23. Februar bis zum 6. März 1836 ausgetragen, eine ehemalige spanische Missionsstation in der (damals spanischen, heute texanischen) Stadt San Antonio. Sie gilt noch heute als ein Symbol für den texanischen Freiheitskampf. Nach dem Ende des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges 1821 war Texas mexikanisch. Das unabhängige Mexiko war mehreren Machtwechseln und Umstrukturierungen unterworfen. 1833 wurde Santa Anna Präsident und regierte diktatorisch. Mit seiner Machtübernahme verschlechterten sich die Bedingungen für die Einwanderer in Texas. Als schließlich der Texanische Unabhängigkeitskrieg ausbrach, siegten die Texaner anfänglich und vertrieben im Dezember 1835 die Truppen von Martin Perfecto de Cos, dem Schwager Santa Annas, aus San Antonio und Alamo. Um die Besatzer wieder zurückzudrängen, sammelte Santa Anna eine Armee von bis zu 7000 Mann um sich. Die Niederlage war – auch für die ca. 200 Widerständler – absehbar, alle starben. Die sich in Alamo aufhaltenden Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, wurden größtenteils verschont. Nach dem Fall von Alamo erhielt die texanische Armee starken Zulauf und konnte letztlich den Unabhängigkeitskrieg für sich entscheiden – „Remember the Alamo“.

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1845 ist Texas als 28. Bundesstaat den USA beigetreten und das hat 1846 den mexikanisch-amerikanischen Krieg ausgelöst. Daraufhin hat Mexiko Kalifornien, Arizona, New Mexico, Utah, Nevada, Texas und einen Teil von Colorado und Wyoming an die USA abgetreten. Bis heute ist der Kampf um Alamo einer der wichtigsten der US-Geschichte, der als Symbol von „Mut und Opferbereitschaft im Namen der Freiheit“ gesehen wird.

In San Antonio gibt es noch einen schönen Riverwalk zum „flanieren“, aber der Rest ist Tourikram.

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San Antonio, Donnerstag 03.11.2016

Wetter: 29 Grad, Sonne, Wolken, Wind, abends Regen

Neben der ehemaligen Mission San Antonio (=Alamo) gibt es noch 4 weitere Missionen, davon schauen wir uns heute die schönste an – San José.

San José wurde 1720 gegründet, da San Antonio übervölkert war mit indianischen Flüchtlingen. Diese flüchteten einerseits vor den Angriffen der Apachen aus dem Norden, andererseits vor einem für die Indianer unsichtbaren Feind aus dem Süden – den Krankheiten, die die Spanier aus Europa mitgebracht haben. Und da sie sich von Ihren Göttern verlassen fühlen, waren sie leichte Beute für die Missionare.

Bald nach Fertigstellung 1782 waren aber 70% der indianischen Bevölkerung den europäischen Krankheiten erlegen und die Mission wurde 1824 aufgegeben.

Den Rest des Tages haben wir mit Fahren verbracht.

Del Rio, Freitag 04.11.2016

Wetter: angenehm kühl, 25 Grad, nachts hat es immer wieder geregnet

Da im Big Bend Nationalpark Wasserknappheit besteht, füllen wir unsere Frischwassertanks gleich in Del Rio bei einem Campingplatz.

Unsere Fahrt geht durch die (gefühlt) endlose Weite Texas. Wobei sich Steppe mit Kakteen, Farmland, Wiesen mit und ohne Vieh, trockene Flußbetten und Hügel abwechseln. Die Landschaft ist karg, völlig anders als in den wasserreichen Regionen der Swamps, aber trotzdem eindrucksvoll.

Abends kommen wir im Big Band Nationalpark an und da keine Hauptreisezeit mehr ist, bekommen wir auch einen Stellplatz auf dem Rio Grande Village Campground.

Big Bend Nationalpark, Samstag, 05.11.2016

Wetter: bewölkt, 25 Grad, ab und zu etwas Regen

Unsere erste Tour ist der Boquillas Canyon Trail.

Als wir am Rio Grande ankommen sind wir erstaunt – wir hatten uns den Fluß größer vorgestellt. Er ist ganz braun, da er sehr viel Sand mit sich trägt, den man richtig zwischen den Fingern spüren kann.

Mexico ist zum Greifen nah!

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Findige Mexikaner haben auf allen Wanderwegen auf US-Seite handgefertigte Souvenirs (Tiere und Pflanzen aus Draht, Stofftüten, bemalte Wanderstöcke) aufgestellt mit Preistafel und Plastikdose daneben. Wir entdecken die Mexikaner auf der anderen Seite – sie kommen illegal mit Booten über den Fluß, stellen alles auf und rudern wieder zurück. Von der anderen Flußseite beobachten sie mit Ferngläsern ob die Touristen auch Geld einwerfen, wenn sie etwas von den Souvenirs wegnehmen.

Auf dem Weg zu den Hot Springs – einer heißen Quelle – finden wir noch einen kleinen „Canyon“.

Der Weg zur heißen Quelle ist eine Off Road Piste, genau das richtige für Balu. In der heißen Quelle (ca. 45°C)  wollten wir baden, aber zum Glück haben wir uns die vorher angesehen – die Quelle ist genauso braun wie der Rio Grande – nein danke!

Eigentlich wollten wir abends den Sonnenuntergang beim „Rio Grande Village Nature Trail“ genießen, aber da es bewölkt ist, gibt es keinen. Aber auch so war die kleine Wanderung schön.

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Auf unserem Campingplatz:

Zum Abendessen gibt es auf unserem kleinen Grill zwei Rib Eye Steaks – oberlecker.

Kosten:
Rio Grande Village Campground            US $ 14,00/Nacht
2 Angus Rib Eye Steak                    US $ 17,00

Big Bend, Sonntag 06.11.2016

Wetter: Sonne, 27 Grad

Wir verlassen das Rio Grande Village und fahren ins Chisos Basin. Auf dem Weg entdecken wir einen Adler, der sich geduldig ablichten lässt.

Und dann läuft uns auch noch sowas über die Straße… igitt – das Bild musste Klaus machen!

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Der Campground im Chisos Basin liegt am Hang und daher ist die Auswahl an geraden Stellplätzen überschaubar.

Der Windows Trail geht zunächst bergab durch eine Schlucht mit Agaven, Kakteen, viele Schmetterlinge und Heuschrecken. Eine Heuschreckenart fliegt sogar plötzlich vor uns weg, breitet rote Flügel aus und macht dabei ein knatterndes Geräusche.

Am Ende des Weges stehen wir in einer engen Schlucht und stehen auf einem Wasserfall, man kann weit in den Nationalpark hineinsehen. Allerdings nur wenn nicht zu viel Wasser kommt, denn man steht im Flußbett.

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Hier gibt es Berglöwen – gesehen haben wir aber keinen und auch keinen Bären.

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Bereits tags zuvor haben wir zwei „französische Australier“ Yvette und Daniel kennengelernt und heute haben wir sie am Campingplatz wieder getroffen. Sie waren mit Ihrem Landcruiser schon auf der halben Welt unterwegs. Informationen sammeln ist angesagt.

Wir grillen wieder, diesmal aber nur Würstchen, aber bei einem Sonnenuntergang, der die gegenüberliegenden Berge rot färbt.

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Kosten: 
Chisos Basin Campground              US $ 14,00/Nacht

Big Bend, Montag 07.11.2016

Wetter: Sonne knallt, über 30 Grad

Der „Mule Ears Spring Trail“ führt ohne Schatten an einer Felsformation vorbei in der Form von Eselsohren.

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Am Ende des Weges soll eine Quelle sein, naja viel sprudelt da nicht.

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Es gab zwar trotzdem schöne Stellen, aber ich war diesmal froh wieder zurück zu sein. Ohne Schatten, in praller Sonne… ich war fix und alle.

Im Tuff Canyon gibt es dann zum Glück Schatten. Dieser Canyon ist nicht durch einen Fluß entstanden, sondern „nur“ durch Regen.

Heute grillen wir Lachs und als dieser gerade auf dem Grill liegt, kommen vier Texaner und interessieren sich für Balu. Nachdem wir alles erklärt haben, laden Sie uns zum Essen ein. Wir deuten auf unseren Lachs – kein Problem, wir sollen erst unseren guten Lachs essen und dann bei Ihnen „scheußliches“ amerikanisches Bier und „scheußliches“ mexikanisches Essen probieren. Nachdem wir also den Lachs gegessen haben, sind wir zu der Gruppe rüber. Das amerikanische Bier ist lt. Klaus wirklich scheußlich, aber die Wraps waren sehr gut.

Wir haben uns über die morgen anstehende Wahl, Unterschiede zwischen Deutschland und USA und über anderes unterhalten.

Ich habe mich an Tequilla gehalten, Klaus hat vier verschiedene Biere, Absinth, Roggen-Whiskey, Tequilla und Bourbon probiert – ihm ging es dann nachts nicht so gut…ich hatte kein Problem.

Kosten: 
Cottonwood Campground          US $ 14,00/Nacht

Big Bend, Dienstag 08.11.2016

Wetter: 25 Grad, windig, Sonne und Wolken wechseln sich ab

Klaus hat die Nacht überlebt. Bevor wir den Nationalpark verlassen wollen wir noch den Santa Elena Canyon Trail machen. Nach den ersten paar Metern stehen wir aber vor einem Fluß, dem Terlingua Creek, der hier in den Rio Grande mündet. Er führt nur noch rechts und links Wasser, in der Mitte hat sich Schlamm angesammelt und es gibt keine Brücke. Über den ersten Wasserlauf finden wir schnell etwas weiter unten, fast an der Einmündung in den Rio Grande, eine seichte Stelle mit Steinen und wir erreichen die Flußmitte, die wir relativ problemlos durchqueren können.

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Aber dann stehen wir vor dem zweiten Wasserlauf. Vor uns wollen zwei Mädels ans Ufer…

Nein, wir sind Weicheier, da kehren wir doch lieber um… Aber bevor wir aufgeben, sehen uns erst noch etwas um und finden weiter flußaufwärts doch noch einen Weg auf dem wir trockenen, aber etwas schlammigen Fußes ans Ufer gelangen.

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Etwas über dem Rio Grande entlang geht der Weg in einen hohen, schmalen Canyon. Wir sind froh, daß wir nicht sofort aufgegeben haben, denn die Wanderung war sehr schön.

Als wir wieder zurück im Flußbett sind, fragen uns einige andere Wanderer nach dem „trockenen“ Weg. Dabei erfahren wir, daß gestern noch viel mehr Wasser in dem Fluß war.

Über die „Old Maverick Road“, eine 20 km lange Schotterpiste, verlassen wir Big Bend. Hier sind wir fast alleine unterwegs, nur ein Auto kommt uns entgegen, eine schöne Strecke. Aber sollte es geregnet haben, muß man auf jeden Fall eine Schaufel dabei haben – auch hier sieht man noch, daß 1-2 Tage vorher ein Durchkommen nicht so leicht gewesen wäre.

Durch die Chisos Mountains fahren wir nach Presidio. Die Straße ist gut, aber die reinste Achterbahn – rauf, runter, rauf,…aber schön durch die vielen Canyon´s. Dann geht´s weniger aufregend weiter bis Mafra.

Heute haben wir den 20.000 km Reisekilometer voll gemacht.

Marfa, Mittwoch 09.11.2016

Wetter: nachts 8 Grad, tagsüber 15 Grad, keine Sonne, windig

Das heutige Ereignis schlechthin: Donald Trump wird Präsident – ob er seinen Job gut oder schlecht macht, wird sich erst im nächsten Jahr zeigen. Wir haben es kommen sehen, da die meisten, mit denen wir gesprochen haben, zwar Trump nicht wollen, aber gegen Hilary wählen, da sie ihr nicht trauen und der Meinung sind, daß sie lügt.

Der Weg  zu den Tropfsteinhöhlen der Carlsbad Caverns führt wieder durch weites Texas und durch genauso weites New Mexico – einfach unvorstellbar wie riesig dieses Land ist, Straßen meilenweit schnurgerade und an den Straßen laufen die Zäune der Weiden ebenso meilenweit mit. Abends kommen wir am Visitor Center der Carlsbad Caverns an, dieses liegt auf einem 1500 m hohen Plateau und das Land rundrum liegt tiefer und ist soooo weit!!!

In den letzten Tagen haben wir keine größere Ortschaft gesehen, nur immer ein paar Häuser. Wird zur Abwechslung mal wieder Zeit einen großen Supermarkt zum Auffüllen der Vorräte zu finden.

White City, Donnerstag 10.11.2016

Wetter: 20 Grad, bewölkt, morgens neblig

Das Carlsbad Caverns National Monument sind Tropfsteinhöhlen, aber was für welche. Wir brauchen 6 Stunden um alles abzulaufen. Es gibt zwei Touren, die man alleine gehen muss.

Und eine Tour, die von einem Ranger geführt wird – die Kings Palace Tour. Alle Touren haben Ihre Highlights, aber die Ranger-Tour ist für uns die beste gewesen. Die Räume sind hier vollbehangen mit Stalaktiten, Vorhängen, …

Früher war diese Tour ebenfalls frei zugänglich, aber nachdem immer mehr Tropfsteine abgebrochen wurden, ist sie nur noch geführt möglich.

Entstehung der riesigen Höhlen: Vor mehr als 260 Mio. Jahren gab es nur einen Kontinent – Pangea. Wo heute die Tropfsteinhöhlen sind, befand sich ein Inlandsmeer. In diesem wuchs ein 600 km langes Riff, aus den Überresten von Schwämmen, Moostierchen und Kalkalgen. Die Verbindung zum Meer wurde getrennt und das Meerwasser verdunstete, zurück blieben Salz- und Gips. Dann begann sich die Gegend zu heben. Regenwasser, das Kohlendioxid aus Luft und Boden aufgenommen hatte und dadurch sauer war, versickerte in Spalten des Riffs und löste den Kalkstein langsam von innen her auf. Ungefähr zur gleichen Zeit stieg Schwefelwasserstoff aus den Gas- und Öllagerstätten unterhalb der Riffkalksteins auf. Dieses reagierte mit dem freien Sauerstoff im Grundwasser zu Schwefelsäure und unterstützte den Lösungsprozess des Kalkes. Heute bestehen weite Teile der Guadalupe Mountains aus dem Riffkalkstein und einige der größten Höhlen sind heute die Carlsbad Caverns.

Entstehung der Tropfsteinformationen: Jeder Regentropfen, der bis in die Höhle durchsickert, löst auf seinem Weg ein bißchen Kalk. Wenn er in der Höhle der Luft ausgesetzt ist und etwas Wasser verdunstet, wird aus dem Wasser wieder Kalk abgeschieden und es entstehen die schönsten Gebilde.

Carlsbad, Freitag 11.11.2016

Wetter: bewölkt, 20 Grad, aber auch Hagel, 6 Grad

Auf der Fahrt in Richtung White Sands Nationalpark fahren wir weiter durch diese „unendlichen“ weiten New Mexico´s mit sehr vielen Ölförderpumpen und Lagertanks.

Dann geht es über einen Pass (2640 m), die Temperatur fällt auf 6 Grad und es hagelt. Die Vegetation ändert sich schlagartig – wir fühlen uns fast wir zu Hause, es gibt wieder Nadelbäume.

Als wir wieder ins Tal kommen, hat uns die Wüste wieder.

Tularosa, Samstag 12.11.2016

Wetter: sonnig, 25 Grad

Etwas weiter nördlich gibt es den Three Rivers Petroglyph Site. Die paar Hügel sehen unspektakulär aus, nur die Warntafel lässt Klaus etwas ins Schwitzen kommen. dsc02616

Petroglyphen sind in Stein geritzte Bilder und hier soll es über 21.000 davon geben. Es sollte nur ein kurzer Stop sein, gucken, Foto machen, weiterfahren. Aber wir laufen 1,5 Stunden zwischen den Felsbrocken auf der „Suche“ nach Bildern rum – war irgendwie interessant.

Nach weiteren 1,5 Stunden erreichen wir den White Sands National Park. Am Eingang stoppt uns der Ranger – was ist denn jetzt los? Dürfen wir nicht rein? Sind wir zu groß, zu schwer,…? Nein, er will nur ein Foto machen. Er ist ganz aus dem Häuschen, denn er ist mit einem 1017 in Saudi Arabien unterwegs gewesen. Und seitdem hat er nie wieder einen 1017 gesehen.

Der weiße Sand ist kein Sand, sondern Gips. Es lässt sich besser darauf laufen als auf Sand, da er fester zusammen hält, was daran liegt, daß er feucht ist, da der Grundwasserspiegel nur 50 cm unterhalb ist. Das Wasser ist aber nicht trinkbar.

Um 16 Uhr machen wir einen „Sunset Stroll“ (Sonnenuntergangs-Spaziergang) mit einem Park-Ranger. Auf den Dünen wachsen Yucca-Palmen, diese verlängern ihren Stamm, damit sich ihre Blätter immer über dem Sand befinden. Andere Pflanzen halten einen Teil der Düne mit ihren Wurzeln fest und können auf dem so verankerten Sandsockel weiterwachsen, während sich die Düne fortbewegt.

Entstehung: Der Gips kam weiter oben in den San Andres- und den Sacramento Mountains vor. Durch die Hebung der Berge wurde er im Laufe der Zeit durch Schnee und Regen aus den Felsen gelöst. Anschließend gelangte er in das Tularosa Basin und wurde dort abgelagert. Normalerweise würden Ablagerungen von Flüssen ins Meer transportiert werden, doch da es im Tularosa-Becken keinen Abfluss gibt, sind der Gips und andere gelöste Sedimente innerhalb des Tals gefangen. Nachdem das Wasser verdunstete, kristallisierte der Gips aus. Die Kristalle zerbrachen wiederum zu Körnern, die durch den Wind zu riesigen weißen, staubigen Dünen aufgetürmt wurden.

Las Cruces, Sonntag 13.11.2016

Wetter: 25 Grad, sonnig

Heute ist mal wieder Balu Putz- und Pflegetag und Waschtag. Und weil wir so fleißg waren, gehen wir abends mal wieder in ein Golden Corral Restaurant.

Las Cruces, Montag 14.11.2016

Wetter: 27 Grad, Sonne

Fahrtag – 368 km auf fast gerader Interstate durch flaches weites Land. Wir verlassen New Mexico und erreichen für dieses Jahr das letzte Bundesland – Arizona.

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Unsere Route (2886 km) – einfach anlicken

 

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