North und South Carolina

von Klaus:

New Berlin, Montag, 19.09.2016

Wetter: Gewitter, immer wieder Regen, 25 Grad

Jetzt geht es Richtung Süden, heute ist genau das richtige Wetter für einen Fahrtag. Wir fahren zurück über den Chesapeake Bay Bridge Tunnel nach Norfolk.

In Norfolk ist die Atlantikflotte der US Navy stationiert, Flugzeugträger, Zerstörer usw., alles kaum zu übersehen. Wir fahren bis nach Kill Devil Hills (der Ort heißt wirklich so), hier suchen wir uns ein gemütliches Plätzchen zum Übernachten.

Kosten:
Maut Chesapeake Bay Bridge Tunnel           US $ 19,--

Kill Devil Hills, Dienstag, 20.09.2016

Wetter: vormittags bewölkt, nachmittags regnet es immer wieder, 25 Grad

Das Wetter ist vormittags noch einigermaßen ok, wir fahren zum Gebrüder Wright National Memorial. Hier fand zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein Flug mit einem richtigem Flugzeug statt. Der Flug dauerte 12 Sekunden und war etwa 40 m weit. Der Originalnachbau des Flugzeugs kann besichtigt werden, dieser hat rund 1,5 Mio EUR gekostet.

Außerdem haben wir festgestellt, daß bei Balu die Spur nicht stimmt, nachdem wir eine Werkstatt ausfindig gemacht haben, Billy’s Truck&Car, schauen wir doch gleich mal vorbei. Wir wollen uns die Werkstatt erst mal ansehen. Ist eine kleine Werkstatt, zwar eigentlich für Autos, aber die machen das und sieht auch ok aus. Das „Truck“ im Firmennamen steht hier nicht für LKW, sondern für Pickup´s. Morgen 10 Uhr sollen wir vorbei kommen.

Kill Devil Hills, Mittwoch, 21.09.2016

Wetter: die ganze Nacht und vormittags Regen, ab Mittag wird es besser, 25 Grad

Heute wird Balu repariert, Spur einstellen. Wir fahren erst mal zu einem Geldautomaten und holen Bares, denn auch in den USA gibt’s bei Barzahlung Rabatt ! Nach einer Stunde ist alles erledigt, hat alles besser funktioniert als ich dachte.

Auf unserem Weg nach Cape Hatteras fahren wir direkt an der Küste entlang, tolle Landschaft, endlose Sandstrände, meterhohe Sanddünen – das hat schon was.

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Wir haben einen Parkplatz direkt am Meer und einen schönen Sandstrand vor unserer Haustür, wir packen unserer Klappstühle aus und genießen …

Hier bleiben wir über Nacht, zwar nicht so ganz legal weil wir in einem Nationalpark sind, aber wir hoffen das keiner kommt …

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Cape Hatteras, Donnerstag, 22.09.2016

Wetter: Sonne, 28 Grad

… es ist kein Ranger gekommen ! Wir bleiben vormittags noch am Meer, dann brechen wir auf zum Alligator River Wildlife Refuge. Im Vistor Center besorgen wir uns wieder eine Karte und schon geht’s los. Zuerst machen wir eine kleine Wanderung, diese geht über einen Holzsteg durch die Sümpfe. Wir hoffen natürlich auf einen Alligator zu treffen, sehen aber leider keinen.

Als wir wieder bei Balu sind treffen wir auf ein paar Touris, diese erzählen uns das sie hier ganz in der Nähe einen Bären gesehen haben. Na da fahren wir doch mal hin.

Und der Bär lässt nicht lange auf sich warten, wir sehen ihn in einem abgeernteten Maisfeld. Das Gebiet hier wird landwirtschaftlich genutzt, und so wie es aussah mögen Bären Mais!

Wir fahren weiter, denn eigentlich wollen wir ja zum Alligator River und dort eine Bootstour machen um Alligatoren zu sehen. Aber daraus wird nichts, hier ist vom vielen Regen alles überschwemmt. Wir kehren um und fahren zum Bären zurück, denn vielleicht ist er ja noch da? Und wir werden mehr als entschädigt daß wir keine Alligatoren gesehen haben. Insgesamt können wir 10 große Bären und 2 kleine Bären bewundern die sich die Reste vom abgeernteten Maisfeld schmecken lassen.

Und weil es hier so schön ist, fahren wir mit Balu in einen Seitenweg und beschließen die Nacht im Bärenland zu bleiben. Für Notfälle entriegle ich die Dachluke des Fahrerhauses, denn falls morgen früh ein Bär vor unserer Haustür steht kann ich über das Dach in das Fahrerhaus und davon fahren, für alle Fälle …

In der Dämmerung geht eine Bärenmama mit Kind nicht weit entfernt vorbei. Sie haben sich durch Balu´s Außenbeleuchtung nicht stören lassen und wir hatten einen schönen Blick auf die Beiden aus sicherer Höhe und aus dem Inneren von Balu.

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Alligator River Wildlife Refuge, Freitag, 23.09.2016

Wetter: Sonne und Wolken, 30 Grad

Es hat kein Bär in der Nacht an unsere Tür geklopft, alles war ruhig in der Nacht. Als wir früh morgens aus dem Fenster schauen sind vier Bären beim Frühstück im Maisfeld. Ein tolles Erlebnis …

Wir machen erst einen Rundumblick bevor wir aussteigen, man kann ja nie wissen, schnell raus aus unserem „Haus“ und rein ins Fahrerhaus. Wir drehen noch eine kleine Runde ums Maisfeld und machen uns dann auf den Weg nach Charleston.

Holly Ridge, Samstag, 24.09.2016

Wetter: die 30 Grad Marke ist wieder überschritten, Sonne und ein paar Wolken

Wir lassen es gemütlich angehen, außer nach Charleston zu fahren ist auch heute nichts weiter geplant, nur weit kommen wir nicht. Stau!! Und das schon in der Ortschaft, nach etwa 1,5 Stunden sind wir durch und können nur den Kopf schütteln. Am anderen Ende der Ortschaft ist Markt und die Polizei macht da einfach mal, ohne einen für uns ersichtlichen Grund, zwei Fahrstreifen dicht.

Tanken steht für heute auch auf dem Programm in North Myrtle Beach – 566 Liter.

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Zufällig kommen wir bei Camping World vorbei und schauen uns mal US Wohnmobile an. Das sind wirklich kleine, manche auch schon fast große, Wohnungen. Richtige Küchenzeile, richtige Couch, Badezimmer wie im Hotel usw. Da ist Balu klein und schnuckelig, aber wir sind der Hingucker, als wir aus dem Geschäft kommen steht der halbe Laden um Balu. Und es dauert eine ganze Weile bis wir wieder auf dem Weg nach Charleston sind.

Charleston, Sonntag, 25.09.2016

Wetter: drückende Schwüle, 31 Grad und ein bisschen bewölkt

Gegen Mittag fahren wir mit Balu nach Charleston in die Innenstadt, vielleicht finden wir in der Nähe eines Parks einen Parkplatz. Aber zuerst holen wir uns wieder beim  Visitor Center einen Stadtplan. Ich bleibe direkt davor stehen, eine ältere Dame spricht mich an, sie weiß einen Parkplatz wo wir umsonst stehen bleiben können. Umsonst hätte 16 US $ bedeutet und die Schranke des Parkhauses war auch noch defekt also sind wir auf der „anderen“ Seite gleich wieder raus gefahren. War aber trotzdem relativ einfach einen Parkplatz zu finden, und auch noch in bester Lage …

Charleston ist ein echtes Schmuckstück, schöne alte Villen, …

die Straßen sehr verwinkelt, alte Friedhöfe, …

schmale Gassen und dazwischen immer wieder alte Südstaaten Villen wie man sie aus dem Fernseher kennt – nur diesmal in Natura !

Wir sind etwa 5 Stunden durch Charleston gelaufen und in jeder Ecke kann man etwas neues entdecken.

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Charleston, Montag, 26.09.2016

Wetter: vormittags regnet es, 30 Grad, schwül

Wir fahren an der Küste entlang nach Beaufort. Hier gibt es ebenfalls schöne Südstaaten Villen, diese bewundern wir aber nur im Vorbeifahren denn in Savannah wollen wir ja auch nochmal Südstaaten Villen anschauen. Beaufort ist ein kleines beschauliches Nest, so beschaulich das wir in die falsche Richtung fahren … schaffen es aber doch noch nach Savannah.

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