von Klaus:

Interstate 95, Grenze Connecticut-New York State, 17.07.2016

Wir nehmen uns den ganzen Tag Zeit um einen günstigen (=kostenlosen) Stellplatz zu finden. Wir haben uns gut vorbereitet und schon mal fünf mögliche Stellplätze ausgekundschaftet. Diese liegen alle auf der „Jersey-Seite“, denn in New York selbst ist es aussichtslos.

Wir erreichen gegen 12.30 Uhr New York, fahren durch die Bronx, über den Hudson und starten sofort unseren ersten Versuch. Wir steuern Lowe´s an, und können es kaum glauben, wir dürfen mit Balu auf dem Parkplatz bleiben – mit Security! Besser geht es ja kaum.

Wir verbringen den Nachmittag mit Feinplanung für New York City, abends fahren wir mit unseren Fahrrädern noch in den Liberty State Park und genießen die Sky Line von New York – leider ohne die Zwillingstürme.

New York City, 18.07.2016

Wetter: Sonne und Wolken wechseln sich ab, 34 Grad

Nach Spiegelei zum Frühstück geht’s mit den Fahrrädern los. Wir fahren bis zur PATH (Port Authority Trans Hudson) Haltestelle, lassen dort unsere Fahrräder, in der Hoffnung daß diese abends noch da sind, stehen und steigen in die U-Bahn nach Manhattan.

Haltestelle World Trade Center, wir steigen aus, alles ist neu. Das Gefühl ist kaum zu beschreiben, bedrückend, unheimlich, besonders wenn man „vorher“ schon mal hier an dieser Stelle gewesen ist. Wir sehen uns das 9/11 National Memorial an, es ist ein sehr schöner Park. In die Grundrisse der ehemaligen Zwillingstürme sind Wasserfälle gebaut, die Namen der Opfer sind rund um die Brunnen in Messingplatten graviert. Weiterhin kann man noch den „Survivior Tree“ sehen, er hat zwischen den Trümmern der Zwillingstürme überlebt …

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Am Hudson River entlang machen wir einen schönen Spaziergang bis zum Battery Park. Dort steigen wir in die Staten Island Ferry und genießen den Blick auf die Freiheitsstatue und die Skyline von New York, bewacht von der schwer bewaffneten US Coast Guard.

Vorbei am NYC Heliport ( 170 US$ / Pers. für 12 min., war uns der Spaß nicht wert) und dem South Seaport, laufen wir zum „Anfang“ der Brooklyn Brigde. Hier werden wir von einem Gewitter überrascht, und naja was soll ich sagen, gut das wir noch nicht auf der Brücke waren. Wir können uns beim „Bürgermeister“ unterstellen, die gleiche Idee hatte auch ein Hot Dog Verkäufer. Da lässt es sich doch aushalten …

Es kracht und blitzt ganz schön und dann sehen wir wie der Blitz zweimal in die Spitze des One World Trade Centers einschlägt – Naturschauspiel pur.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen, unsere Fahrräder waren noch da.

New York City, 19.07.2016

Wetter: Sonne pur

Per Fahrrad geht’s wieder zur PATH und von dort bis zur 33rd Street in Manhattan. Unsere erste Station ist gleich das Empire State Building, majestätisch, erhaben …, auch wenn es nicht mehr das höchste Gebäude der Welt ist.

Wir schlendern über die 5th Avenue zur Public Library, den Lesesaal kann man leider nicht besichtigen.

Vorbei an der Grand Central Station erreichen wir das Chrysler Building. Die Architektur ist beeindruckend, die Adlerköpfe an der Spitze machen es richtig außergewöhnlich. Leider kann man das Chrysler Building nicht besichtigen.

Am UN Hauptquartier machen wir Pause, setzen uns auf eine Bank und schauen dem Treiben auf der Straße zu. Wir kaufen uns im Rockefeller Center schon mal Karten für den Abend (29 US$ pro Person), wer weiß schon wie viele Touri´s da Abends sind.

Patrick’s Cathedral, Radio City Music Hall sind unsere nächsten Ziel bis wir zum Broadway/Times Square gelangen.

Menschenmassen ohne Ende, es blinkt hier, es blinkt da, Reklame ohne Ende. Wir setzen uns auf die Tribüne und lassen das alles auf uns wirken.

Gegen 17 Uhr gehen wir zurück zum Rockefeller Center.

Oben auf dem „Top of the Rock“ angelangt ist die Aussicht phantastisch, freier Blick auf Manhattan. Und ich meine wirklich freier Blick, kein Zaun, keine verschmierten Glasplatten – super!

Wir sind schon über 2 Stunden am Staunen, dann geht die Sonne unter und es wird Nacht in New York City … einfach wow!

Über den glitzernden Broadway/Times Square geht es wieder zurück zur 33rd Street in die U-Bahn.

New York City, 20.07.2016

Wetter: Sonne pur

Heute morgen erleben wir erstmal eine kleine Überraschung. Als wir Balu verlassen entdecke ich auf unseren Fahrrädern einen aufgeklebten Zettel. Sinngemäß hat da jemand drauf geschrieben: „Guten Morgen… Ich liebe euren „Unimog“. Verkauft Ihr ihn wenn Eure Reise beendet ist?“ Außerdem hinterlässt er uns seinen Namen mit Telefonnummer und teilt uns noch mit, daß er 1990-1991 in Berlin war.

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Wir radeln wieder zum PATH Bahnhof, nur heute mit dem Unterschied das wir die Fahrräder mit nach Manhattan nehmen. Es ist zwar etwas umständlich, die Aufzüge sind nicht für Fahrräder gemacht, aber es funktioniert. Mit der U-Bahn geht’s wieder bis zur 33rd Street, dann beginnt unser Abenteuer „mit dem Fahrrad durch Manhattan“. Über die 6th Avenue radeln wir direkt Richtung Central Park, anfangs noch ein bisschen unsicher, aber wir stellen sehr schnell fest das es ganz gut klappt. Wir erreichen den Central Park, und wir sind echt überrascht, hier nehmen es die Ami’s  ganz genau. Extra Fahrstreifen für die Pferdekutschen, für die Radler und die Fußgänger, und das alles noch mit Einbahnstraßenregelung – und wehe einer fährt mal anders.

Der Park ist echt riesig, Brunnen, Brücken, der Modellschiffteich, usw. lag alles auf unserer Tour. Ohne Fahrrad würde die Tour sicherlich 2 Tage dauern.

Wir verlassen den Park an der „Süd-Ost Ecke“, fahren über die Lexington, 3rd und 4th Street zur Manhattan Bridge.

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Dabei geht’s über den East River bis zum Main Street Park in Brooklyn. Von hier hat man einen phantastischen Blick auf die Brooklyn Bridge und die Skyline von New York. Als der Abend hereinbricht radeln wir über die Brooklyn Bridge zurück nach Manhattan bis zum One World Trade Center und von dort mit der U-Bahn wieder nach Hause.

Radeln in NYC: ein einmaliges Erlebnis – mittendrin statt nur dabei!

New York City, 21.07.2016

Wetter: Sonne von morgens bis abends

Heute machen wir Midtown Manhattan unsicher, allerdings ohne Fahrrad. Wir fahren mit der U-Bahn bis zur 9th Street. Der Washington Square ist unser erstes Ziel, hier befindet sich ein schöner Brunnen und ein großer Torbogen durch den man früher die Zwillingstürme sehen konnte…

Von hier aus spazieren wir nach Soho durch eine schöne Wohngegend, Backsteinhäuser mit viel Grün in den Straßen, wahrscheinlich ist es unbezahlbar hier zu wohnen.

In Soho angelangt ist von Künstlerflair nicht mehr viel zu spüren, das IN-Viertel hat sich zur Konkurrenz der 5th Avenue entwickelt. Wir entdecken einen „Magnum“ Laden, nein keine Knarre, Eis!  Hier kann man sich seine eigene Magnum Kreation machen lassen, Geschmacksrichtung aussuchen, Schokoüberzug und noch ein Topping obendrauf. Alles für schlappe 7 US$, aber dafür bekommt man „sein“ Eis, und der Laden war voll.

Wir schlendern durch Little Italy und durch Chinatown, hier erleben wir den absoluten Reinfall. Unser Mittagessen war eine Katastrophe. Vom One World Trade Center geht’s wieder zurück zu Balu.

Aus geplanten zwei Tagen in NYC sind vier Tage geworden und obwohl wir jetzt insgesamt zum vierten Mal hier gewesen sind, war es aufregend und wir sind richtige NYC Fans geworden. Servus New York – bis zum nächsten Mal.

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Unsere Spaziergänge und unsere Fahrradtour.

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Unsere Route (60 km) – einfach anklicken

Kosten:
Top of The Rock		US$ 58,00

 

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