New Brunswick – Teil 2 Spezial

von Klaus:

Saint John, Montag 30.05.2016

Es ist nebelig, aber nicht kalt. Wir füllen unsere Vorräte wieder ein bisschen auf und kaufen das erste Mal bei „No frills“ ein. Heute Abend gibt es Lasagne!

Als wir zurückgehen, sehen wir schon von weitem, daß ein Polizeiauto in der Nähe von Balu gehalten und einer der Polizisten in das Einkaufszentrum gegangen ist. Der andere ist weitergefahren und hat unseren Balu wie ein Adler umkreist  – bleibt prompt davor stehen und steigt aus.

Oh weh – dachten wir erst, aber es ist ja alles bei uns i.O, die können uns also nichts.

Inzwischen waren wir auch bei Balu und der Polizist hat uns gefragt, ob das unser Auto ist. Wir haben das bejaht und dann hat er sich als Travis Jones vorgestellt und angefangen zu fragen: Was das denn für ein Fahrzeug sei, woher wir kommen, was wir vorhaben,….

Wir haben ihn dann auch in unseren Wohnraum schauen lassen und uns dann noch nett mit ihm unterhalten. Er wollte unter anderem wissen was wir in Saint John noch vorhaben und wir haben ihm gesagt, daß wir den Old City Market besuchen wollen.

Als sein Kollege wiederkam, wurden wir auch ihm vorgestellt.

Und jetzt kommt’s, wir trauen unseren Ohren nicht, die Beiden wollen uns zu einem Aussichtspunkt bringen von dem man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat! Wo gibt’s denn so was! OK dachten wir uns, wir haben ja Zeit, schauen wir uns das doch an. Wir fahren los, die Polizei von Saint John voraus, wir mit Balu hinterher.

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Allerdings ist auf dem Weg dorthin der Nebel immer dichter geworden. Das Polizeiauto machte plötzlich die Rundumleuchten an (hier rot und blau) und hat angehalten. Und jetzt kommt’s noch besser – Travis ist dann zu uns gekommen und hat gemeint, daß es bei dem Nebel mit dem Aussichtspunkt wohl keinen Sinn hat, sie uns aber zum Markt vorausfahren würden und für uns einen Parkplatz organisieren würden.

Wir haben da schon dumm geguggt, die Polizei organisiert uns einen Parkplatz ?!?!?! Super Service! Wir dachten, sie zeigen uns halt einen Parkplatz, an dem wir mit unserem Gefährt in der Stadt parken dürfen, aber weit gefehlt. Sie haben uns direkt zu dem Marktgebäude gelotst und uns im absoluten Halteverbot einen Parkplatz zugewiesen. Travis hat uns seine Visitenkarte gegeben auf der er draufgeschrieben hat, daß wir hier parken dürfen.

Also Visitenkarte mit der Parkerlaubnis hinter die Frontscheibe geklemmt und Travis hat noch schnell unser Kennzeichen an die Kollegen weitergegeben, damit die Bescheid wissen, daß wir die Erlaubnis haben im Parkverbot zu parken !!!!!!!!!

So entspannt stand ich noch nie im absoluten Halteverbot! Das war ein Erlebnis der besonderen Art, es war unglaublich, das war mal wirklich – Polizei, dein Freund und Helfer.

Da fällt es jetzt schwer etwas über den Old City Market zu schreiben, schönes altes Gebäude, wie vor 100 Jahren, nicht zu touristisch. Hier kaufen immer noch sehr viele Einheimische ein, vernünftige Preise. Wir kaufen unser erstes Souvenir, eine Kugel für den Weihnachtsbaum, natürlich mit kanadischen Motiven drauf! Zur Stärkung kaufen wir noch einen Mittagssnack, Lobster Roll Platter!

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Anschließend fahren wir noch weiter bis Fredericton – dann ist Feierabend, genug Aufregendes heute erlebt!

 

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