von Klaus:

Kempt (Whitmann Inn), Samstag 14.05.2016

Beim Whitmann Inn konnten wir gestern auch noch unsere Frischwassertanks auffüllen, aber unter erschwerten Bedingungen, hier gibt es Black Fly’s – und die sind klein und gemein. Mich beißen die natürlich nicht, ich habe ja meinen privaten Mückenschutz. Solange Johanna in der Nähe ist, passiert mir nichts.

Am Morgen brechen wir dann auf um den Keji NP Inside unsicher zu machen, leider regnet es, aber wir sind ja wetterfest. Im Laufe des Tages hört es aber dann auf zu regnen und wir haben noch richtig schönes Wetter. Insgesamt machen wir vier Wanderungen mit insgesamt 8,5 km Länge. Eine Beschreibung der Eindrücke ist nicht einfach, ein Flusslauf (Mersey River) mit Stromschnellen, darin zwei Angler. Tiefbraunes Wasser vom Torf des Bodens, grüne uralte Hemlocktannen mit Pflanzen bewachsen, und dann im krassen Gegensatz dazu ein Laubwald allerdings noch ohne Blätter.

Das ist Natur pur, mit roten Stühlen auf den Wanderwegen – die haben sie hier in jedem Nationalpark.

DSC07570-b Wiko

DSC07602

Digby, Sonntag 15.05.2016

Zuerst in eigener Sache, heute haben wir unser eigenes Brot gebacken, und natürlich nach dem Abkühlen gleich mal probiert. Lecker (auch wenn es etwas dunkler geworden ist), endlich nicht mehr die Labberbrötchen hier …

DSC07603

Heute machen wir einen „Sonntagsausflug“ zum Balancing Rock. Dazu müssen wir von Digby aus nach Long Island mit der Fähre übersetzen, für 10 Can$ hin und zurück inkl. Balu, da kann man nicht meckern. Kurze Wanderung zu den Klippen und erstmal 235 Stufen hinunter. Rauhe Natur, die Klippen sind geschätzt ca. 200 m hoch und weiter unten donnert die Brandung dagegen. Wenn man dann vor dem Balancing Rock steht, könnte man meinen der fällt jeden Moment um, aber bis jetzt hält er sich tapfer – aber es ist nur eine Frage der Zeit, und dann hat das Meer gewonnen.

Digby, Montag 16.05.2016

Annapolis Valley ist heute angesagt, diese Region ist vergleichbar mit dem Bodenseeraum in Deutschland, geschützt durch Berge ringsum ist hier relativ mildes Klima, dadurch wächst hier alles mögliche an Gemüse und Obst, ja sogar Wein wird hier geerntet. Probiert haben wir ihn nicht – die Flasche ab 25 Can$ aufwärts!

DSC07675

Auf dem Weg wollten wir ein Gezeitenkraftwerk besichtigen, das Größte in ganz Nordamerika. Da hatten wir eine falsche Vorstellung, das war erstens „überschaubar“ und zweitens geschlossen. Wir waren eine Woche zu früh dran.

Hall’s Habour stand als nächstes auf unserem Tourenplan, ein kleiner Fischerhafen.

Hier kann man die Auswirkung der Gezeiten, im wahrsten Sinne des Wortes, hautnah miterleben. Wir kommen genau zur richtigen Zeit, es ist Ebbe und die kleinen Fischerboote liegen alle auf Grund. Unvorstellbar! Wir können direkt am Hafen übernachten, und so genau miterleben wie die Flut steigt. Und das im 6 Stunden Rhythmus.

Hall’s Habour, Dienstag 17.05.2016

Am Morgen laufen wir noch ein bisschen am Hafen herum, diesmal bei Flut, gestern als wir angekommen sind war ja Ebbe. So nahe das miterlebt zu haben war schon etwas Besonderes!

Hall’s Habour, klein aber fein.

DSC07674

Anschließend geht es weiter nach Cape Split, um dahin zu kommen müssen wir eine für uns längere Wanderung unternehmen. Insgesamt 16 km für den Hin- und Rückweg, wir packen unseren Rucksack und nehmen natürlich auch etwas Marschverpflegung mit – man kann ja nie wissen. Diese Wanderung war echt wow, Laubwald ohne Blätter hört sich ja erstmal langweilig an, aber die Kombination mit einem Boden der von blühenden Wildblumen übersäht ist, macht die Wanderung zu einem Erlebnis.

Am Cape Split angelangt weht uns der Wind aber richtig heftig um die Ohren, Steilküste und um die Klippen sieht man die starke Strömung die durch die Gezeiten entsteht. Kanada pur!

 

Unsere Route  (455 km) – einfach anklicken

Advertisements