Halifax

von Johanna:

Samstag 30.04. – Mit dem Bus kamen wir für ca. 2,40 €/Pers. vom Flughafen zu unserer ersten Unterkunft in Dartmouth. Das Blockhouse Hill B&B – bereits der eMail-Kontakt mit Fred (85 Jahre) war sehr nett und hilfreich. Er hat uns eine andere Unterkunft organisiert, da wir wegen der Verspätung des Schiffes für weitere 5 Tage eine Unterkunft brauchten und er bereits ausgebucht war. Und seine Frau Marion zauberte jeden Morgen ein super Frühstück – Pancakes, Eier mit Speck, Omlett mit 3 Käsesorten, Eier auf Toast, selbstgemachte Marmelade, selbstgemachtes Müsli, Früchte, Joghurt, selbstgemachte Muffins,….

Schade, daß wir die Beiden nach 4 Tagen wieder verlassen mussten. Sie waren herzlich und man fühlte sich wirklich willkommen.

Halifax und Dartmouth liegen gegenüber – dazwischen der Meeresarm auf dem auch irgendwann unser Schiff mit Balu einlaufen soll. Mit einer Fähre kommt man in 12 min in die Downtown von Halifax. Am Samstag 30.04. nachmittags probieren wir sie gleich mal aus.

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Gleich an der Fähre geht der Harbourwalk entlang und wir schlendern bis abends am Meer entlang. Dann sind wir aber stehend k.o. und fallen schon um ca. 20 Uhr ins Bett.

Sonntag 01.05. – Wir besichtigten die Historic Properties – die einzigen Häuser am Hafen, die nach einer katastrophalen Explosion (1. Weltkrieg: französischer Munitionsfrachter kollidiert mit norwegischem Schiff, gerät in Brand und explodiert), die eine Flutwelle und Erderschütterungen auslöste, nicht komplett zerstört waren.

In der Tourist Information haben wir von einem Handwerkermarkt gelesen und uns den Weg beschreiben lassen. Naja, die Beschreibung war etwas falsch, aber ein Passant lotste uns an die richtige Stelle. Dafür haben wir ein kleines Lokal „Mary´s Cafe“ entdeckt in dem wir zum Aufwärmen heiße Schokolade getrunken haben, auch das Essen sah gut aus, aber wir hatten gut gefrühstückt. Der Handwerkermarkt war klein, es gab Handtaschen, Seifen, Kerzen, Tee´s und viel sonstigen Krimskrams.

Halifax hat einen kleinen schönen Stadtgarten, die Public Gardens. Hier haben wir uns hingesetzt und die Sonne genossen.

Beim Rückweg zu unserem B&B hat Klaus eine neue Sportart entdeckt – Bubble Soccer.

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Aufblasen, Kind reinstecken, Spaß haben…. das schon, aber eine neue Sportart war´s nicht. Margit, Klaus Cousine, hat ihm den Zahn gezogen und uns mitgeteilt, daß Ihre Tochter Meli das in Schwarzhofen schon 2014 gespielt hat und wir deswegen nicht nach Kanada gemusst hätten. Da war Klaus Enttäuschung aber groß!

Montag 02.05. – Morgens sind wir mit dem Bus in die kleine Ortschaft Fischermen´s Cove gefahren. Zwar waren alle Geschäfte am Strand noch geschlossen, da wir zu früh für die Touri-Saison sind, aber den kleinen Hafen und den Strand kann man immer besichtigen.

In Halifax gibt es eine Zitadelle, die haben wir anschließend besichtigt, aber offiziell ist erst ab Samstag geöffnet und so konnten wir nichts innerhalb der Gebäude besichtigen.

Dienstag 03.05. – Beim CAA (= kanadischer ADAC) haben wir uns mit Karten und Infomaterial versorgt. Als ADAC-Mitglied bekommt man alles kostenlos.

Im Point Pleasant Park haben wir den restlichen Vormittag verbracht. Hier muß auch das Schiff mit Balu vorbei.

Auf dem Rückweg sind wir beim Spediteur vorbeigegangen. Wieder eine schlechte Nachricht, das Schiff kommt nicht am Do. morgens, sondern erst um 13:30 Uhr. Der zuständige Mitarbeiter Joseph hatte nicht viel Hoffnung für uns, daß wir unseren Balu noch freitags bekommen. Um für den Fall der Fälle, daß es doch noch am Freitag klappen sollte, vorbereitet zu sein, gingen wir auch noch zum Zoll, um zu sehen wo wir hinmüssen und wie lange wir für den Weg brauchen.

Im Provincal House (vergleichbar mit unserem Landtag) haben wir einer Debatte zugesehen… wie bei uns, einer redet und alle anderen machen was anderes, nur nicht zuhören.

Mittwoch 4.5. – Wir müssen leider umziehen. Unser neues Quartier ist das Marigold B&B. Joan ist ebenfalls sehr nett und wir unterhalten uns morgens immer etwas länger mit Ihr. Auch bei Ihr ist das Frühstück sehr gut.

Da das Schiff ja nun nachmittags ankommen sollte, dachten wir uns wir könnten morgen die Ankunft beobachten und haben uns eine schöne Stelle am Hafen dafür ausgesucht.

Als Abschluß besichtigten wir noch das älteste Bauwerk Halifax`- die St. Paul Kirche. In einem der oberen Glasfenster ist die Silhouette eines Mannes zu sehen, angeblich ist dieser bei der Explosion des Munitionsschiffes spurlos verschwunden und nur sein Umriß blieb zurück.

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Wir hatten uns angewöhnt jeden Tag auf der Homepage der Reederei nachzusehen, wie die Ankunftszeit unseres Schiffes ist – diesen Abend erwartete uns wieder mal eine schlechte Nachricht als wir in unser B&B zurückkehrten – das Schiff wird nun erst am Freitag 8 Uhr erwartet.

Donnerstag 5.5. – wir tun nix, außer Reise planen und Blog schreiben. Außerdem regnet es.

Freitag 6.5. – unsere erste Aktion nach dem Aufwachen – Internet an, Homepage der Reederei öffnen und nachsehen, ob das Schiff da ist. Und tatsächlich wird es bereits entladen!

Da wir ungeduldig sind, fahren wir schon mal zum Hafen. Und endlich ist er da, wir sehen unseren Balu bereits am Hafengelände stehen. Sozusagen zum Greifen nah. Aber wir müssen uns bis Montag gedulden. Zumindest werden die Inspektionen noch am Nachmittag durchgeführt und daher sollte einer Abholung am Montag nichts mehr im Wege stehen. Insgesamt wurden mit diesem Schiff 32 Wohnmobile transportiert (und natürlich noch andere Fahrzeuge und Container).

Den Nachmittag verbringen wir in einem Einkaufszentrum – es gibt dort wlan und wir können eMails empfangen. Für den unwahrscheinlichen Fall, daß Joseph sich doch noch melden sollte und wir Balu abholen könnten….die Hoffnung stirbt zuletzt.

Samstag 7.5. – Im Historical Farmers Market finden wir zwar nichts für uns, aber Klaus muß endlich zum Friseur und bekommt beim Barbier einen Kurzhaarschnitt verpasst. Nun friert ihn ein bißchen und er ist froh um seine Mütze.

Heute hat die Zitadelle offiziell geöffnet und wir gehen kurz vor Mittag nochmal den Berg hinauf. Um Punkt 12 Uhr wird täglich die „Noon Gun“, die Mittagskanone abgefeuert. Wir halten uns die Ohren zu, der Knall ist auch so noch sehr laut. In der Zitadelle sind vor allem Studenten, gekleidet in alte schottische Uniformen, unterwegs um Wachdienst zu schieben, alte Gewehre vorzuführen, Dudelsack zu spielen oder als Führer durch die Zitadelle. Ist interessant gemacht.

Sonntag 8.5. – nochmal nix tun, außer einem Spaziergang ans Meer. Abends gibt es Fish und Chips und für Klaus ein Bier aus Halifax.

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Wir gehen früh ins Bett, schlafen aber vor Aufregung schlecht.

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Kosten:
Blockhouse Hill B&B (4 Nächte)		Can$	400,00
Marygold B&B (5 Nächte)			Can$	488,75
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