von Johanna:

Am 03.04. sind wir teils mit schwerem Herzen (Abgabe Balu), teils in freudiger Erwartung (jetzt beginnt unser Abenteuer) Richtung Hamburg losgefahren.

km-Stand: 86069 km

Unsere erste Etappe führte uns durch den Thüringer Wald und endete in Eisenach. Hier haben wir die Wartburg besichtigt und das kleine Städtchen Eisenach.

Am 05.04. ging´s weiter nach Berlin mit einem kurzen Abstecher zum Völkerschlacht-denkmal in Leipzig – Klaus lässt mich nach ca. 350 Stufen wissentlich nochmal 50 Stufen steigen, obwohl er weiß, daß ich dort falsch bin!

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In Berlin hat uns die erste Nachricht erreicht, daß das Schiff 4 Tage Verspätung hat. Tja, wir sind ja schon unterwegs und das Zugticket nach Hause ist auch schon gekauft, also lassen wir alles so wie geplant. Die Ankunftszeit in Halifax hat sich nicht geändert, da wegen der Verspätung zwei Häfen weniger angefahren werden.

Dann sind wir durch ein paar Viertel gelaufen, haben im Nikolaiviertel in der ältesten Kneipe eine Berliner Boulette mit Bratkartoffeln, Spiegelei und Spreewaldgurke gegessen. Und mit Blick auf das Brandenburger Tor eine heiße Schokolade getrunken….

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Sind am Reichstagsgebäude vorbeigelaufen…

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Und haben Abends im Kabarett-Theater Distel „Im Namen der Raute – Die Welt in Muttis Händen“ angeschaut.

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Am 08.04. morgens haben wir Berlin verlassen und sind durch die deutsche Alleenstrasse von Kremmen nach Röbl gefahren. Die Bäume standen teils sehr weit an der Straße und Klaus war froh wenn er die Straße für sich hatte. Irgendwann hatten wir genug Alleen gesehen und sind auf die A19 nach Rostock.

In Rostock haben wir einen tollen Stellplatz – direkt am Hafen und nicht weit in die Altstadt.

Blick aus unserem Esszimmerfenster. Das hintere Schiff ist der größte deutsche Eisbrecher in der Ostsee, bis 2005 in Dienst und schaffte Eis bis 2,40 m

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und noch ein paar Bilder aus der Altstadt von Rostock

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Warnemünde. Dort haben wir einen Spaziergang am Strand gemacht.

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Weiter über Heiligendamm zum Ostseeband Rerik – scheint nicht so überlaufen zu sein und sehr schön.

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Dann ging es am Meer entlang nach Wismar, da gab´s eine kleine Stärkung – natürlich Fisch, direkt aus dem zum Verkaufsstand umgebauten Fischkutter. Ok, es gab auch noch sehr gutes italienisches Eis.

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Die Altstadt und der Hafen von Wismar sind sehr schön restauriert worden.

Am Abend sind wir noch nach Schwerin gefahren und haben dort einen Stellplatz direkt am Schloß bekommen.

Morgens haben wir einen Spaziergang ums Schloß gemacht, innen wurde gerade renoviert.

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Zur Mittagszeit haben wir am „Wohlenberger Wiek“ direkt an der Ostsee geparkt. Da der Küche von Balu momentan noch die Grundausstattung an Lebensmitteln fehlt (bestimmte Lebensmittel dürfen in Kanada nicht eingeführt werden und da wir nicht genau ermitteln konnten um was es sich genau handelt, haben wir alles weggelassen), gibt es vor allem Doseneintopf oder Spagetti mit Soße.

Heute gab´s Linseneintopf mit Meerblick.

Anschließend ein kleiner Verdauungsspaziergang vor der Weiterfahrt.

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Klaus hat in Warnemünde vermeintlichen Bernstein gefunden – komischerweise in den verschiedensten Farben. Hier hat er ihn wieder dem Meer übergeben.

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In Lübeck haben wir ein schönes Plätzchen am Museumshafen, nicht weit von der Altstadt, gefunden. Dann etwas Lübecker Marzipan gekauft, am Holsten Tor davon probiert – lecker – und durch die Altstadt gewandert. Manche Häuser sind durch schmale Gassen erreichbar.

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Auf dem Hinweg musste Klaus sich mit unserem Balu unbedingt durch das linke Tor quetschen.

Am nächsten Morgen sind wir am Timmendorfer Strand vorbeigefahren (sehr touristisch), dann Richtung Kiel, aber das hat uns gar nicht gefallen und wir sind nun endgültig auf dem Weg nach Hamburg.

Uns hat mittlerweile die zweite Nachricht erreicht, das Schiff ist nun 1 Woche zu spät. Die Ankunftszeit in Halifax hat sich nun auch um 3 Tage nach hinten verschoben. Armer Balu, er muss jetzt über 1 Woche im Hamburger Hafen rumstehen, aber er muss weniger Tage auf See verbringen (zu dem Zeitpunkt noch so von der Reederei angegeben).

Am späten Nachmittag kommen wir in Hamburg an. Die beiden Tage verbringen wir mit einem Besuch im Miniaturwunderland, einer großen Hafenrundfahrt und Spaziergängen durch Hamburg. Wir haben nur zwei Schlüssel für die Fahrerhaustüren und wollten uns zu Hause noch einen Ersatzschlüssel machen lassen. Aber als wir die Mönckebergstraße entlanglaufen sehe ich in einem vermeintlichen Kellerabgang einen kleinen Schlüsselladen. Ein älterer Herr bedient uns in diesem winzigen, alten Laden. Aber hier sind wir genau richtig, der Laden ist wahrscheinlich älter als Balu und er hat noch viele alte Schlüssel.

Dann ist es soweit, wir bringen unser Gepäck zum Hotel, fahren Balu an den Hafen und stellen ihn ab.

km-Stand: 87583 km

Die letzten Bilder vor unserem Wiedersehen – hoffentlich!!!!

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Als wir endgültig das Hafengelände verlassen, fängt es an zu Regnen!

Wir verbringen eine Nacht im Hotel und am nächsten Tag gehen wir zum Bahnhof. Und wie bei der Bahn fast üblich, hat unser Zug Verspätung, aber wir kommen doch irgendwann in Schwandorf an.

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