Kabinenbau

von Klaus:

Und dann ist es soweit, wir müssen – aber eigentlich wollen wir ja – Balu abgeben damit wir unseren Aufbau bekommen.

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Balu steht seit dem 29.04.2013 bei Ormocar in Hauenstein.

Wir sind sozusagen auf Entzug … aber mit jedem Tag kommen wir unserem Balu wieder näher.

Die Stimmung steigt schön langsam wieder, die ersten Bilder unserer Kabine haben uns erreicht…

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Das Warten hat ein Ende, wir sind wieder unterwegs zu Ormocar und holen am 01.07.2013 Balu ab.

Und so sieht er nun aus:

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Leider hat nicht alles so gepasst wie es sein sollte, der Gaskasten wurde auf der falschen Seite eingebaut, dafür wurden wir mit Push Locks und anderen Utensilien entschädigt. Ansonsten hat alles ganz gut ausgesehen, was sich aber beim späteren Ausbau als nicht ganz richtig herausgestellt hat, leicht schiefe Wände und das Bad war um 5mm zu klein geraten.

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Wir haben uns gleich mal an die Arbeit gemacht, und unseren Grundriss in die Kabine übertragen. In diversen Foren hatten wir gelesen dass vorab die Halterungen für die Möbel mit Sika angeklebt werden sollten. Im nach hinein würden wir das nicht mehr machen.

So genau kann man (oder wir) die Leisten gar nicht ankleben dass hinterher die Möbel exakt passen. Wir haben die Leisten teilweise wieder entfernt, erst die Möbel hingestellt und anschließend die Leisten befestigt.

In der Schreinerei bei Onkel Hans – alles was man braucht ist einfach da – viel Platz und vor allem das richtige Werkzeug.

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Hier bauen wir gerade unseren Küchenblock, gar nicht so einfach wenn man keine Erfahrung im Möbelbau hat. Aber Onkel Hans war immer mit Rat und Tat zur Stelle. Auch wenn es manchmal laaange Diskussionen gab …

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Nachdem wir die Schübe gebaut hatten und auch schon mal probeweise den Herd eingepasst hatten, war die Neugierde groß ob unsere Küchenzeile auch an ihren Platz passte. Wir waren zufrieden, die Küchenzeile passte ganz genau.

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Es wurde auch alles schön gerade und vor allem rechtwinkelig, was unsere Kabine leider nicht wirklich ist.

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… das wird mal der Schlafzimmerschrank.

Die Möbel sind größtenteils fertig und auch schon in den Koffer eingebaut, schön langsam sieht man was …

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Jetzt ist auch die Sitzgruppe fertig, es wird mittlerweile richtig wohnlich und das Fernweh wird schlimmer.

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Die Polster haben wir auch schon …

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Jetzt muss nur noch ein tapferes Schneiderlein, oder auch eine tapfere Schneiderin gefunden werden – der Stoff für die Bezüge wäre auch schon da.

… die tapfere „Schneiderin“ konnte sich aber nicht so recht aufraffen, aber wie es der Zufall wollte, fand sich eine pensionierte Schneiderin.

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Und siehe da, wir hatten praktisch übers Wochenende überzogene Polster. Und wir lassen uns auch noch die passenden Kissen dazu machen. Wenn schon, denn schon …

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Und bei all den Einbauten die wir dann im Führerhaus gemacht haben, wie z.B. die Schalter für die Arbeitsleuchten, Drehzahlmesser und eben die Tankanzeigen, gibt´s immer wieder Dreck.

Johanna mit dem Staubsauger – ich habe mal wieder Dreck gemacht.

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Und auch sonst räumt Johanna immer wieder auf, sonst müssten wir wahrscheinlich schon die ganze Halle mieten weil ich mich immer so ausbreite.

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So sieht unsere Elektroverteilung in unserem Kofferraum aus, dabei haben wir uns ganz schön verschätzt. Wir dachten in 2-3 Tagen ist alles eingebaut, aber es hat dann doch 14 Tage gedauert.

Auf dem Bild sieht man Spannungswandler, Ladegeräte, Laderegler, Stromverteiler, Sicherungen usw.

Und das ganze ist noch nicht fertig wie man sieht.

Wir haben insgesamt 700 Meter Kabel (1,5 – 35 mm²) in und an Balu verlegt – das ist schon eine ganze Menge.

Zwischenzeitlich haben wir immer mal wieder aufgeräumt und die Inneneinrichtung so aufgestellt das man meinen könnte wir sind schon fertig.

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Das ist ein schönes Gefühl, wenn man sieht wie es mal aussieht …

Unser Zwischenfazit, sieht klasse aus – uns gefällt’s, und das ist Hauptsache!

So zum Beispiel sieht es hinter der Küche aus, unten Vor- und Rücklauf der Heizung, darüber Kalt- und Warmwasser und die oberen vier Rohre sind die Heizung.

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Auf die Heizungsrohre werden dann Konvektoren gesteckt und das Ganze soll dann wie eine ganz normale Warmwasserheizung funktionieren.

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Ein weiterer großer „einschneidender“ Moment – der Einbau der Fenster.

Letztendlich haben wir uns für ganz normale Dreh-/Kipp Fenster, die nach innen aufgehen, entschieden.

Zuerst haben wir mal angezeichnet…

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Dann von innen nach außen ein Loch gebohrt und das Fenster angezeichnet. Danach mit Herzklopfen angefangen zu schneiden, denn hier wird es im Ernstfall schwierig einen Fehler zu korrigieren.

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Das Ausschneiden hat ganz gut funktioniert, Johanna hat recherchiert und hat für die Stichsäge HM bestückte Sägeblätter gekauft. Mit einem Sägeblatt wurden alle Fenster geschnitten und das Blatt schneidet immer noch…

Zwischenzeitlich …

Krankenwagen

… das bin ich mit Johanna auf dem Weg ins Krankenhaus nach Schwandorf.

Spritze

Diagnose: Radiusfraktur

Ich lasse meine Frau so schnell nicht mehr auf eine Leiter!

Nun musste ich alleine mit den Fenstern fertigwerden, aber zum Glück sprang mein Schwiegervater ein.

Zuerst wurde die Isolierung der GfK-Platten links und rechts aus der Fensterlaibung entfernt. Dann innen und außen alles schön mit Zeitungspapier abgeklebt. Um anschließend die Fenster im Rahmen festschrauben zu können, wurden in diese Freiräume Holzleisten mit 2K PU-Schaum geklebt.

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Und dann wurden viele Schraubzwingen benötigt: 5 Fenster x 8 Zwingen = 40 Stück

Der Einbau der Fensterrahmen war eine Spezialkonstruktion. Holzbretter aussen an den Koffer, anschließend den Fensterrahmen von innen an das Holzbrett, ausgerichtet, mit den Schraubzwingen fixiert, festgeschraubt und mit PU Schaum ausgeschäumt.

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Nachdem der PU Schaum ausgehärtet war, haben wir „aufgeräumt“. Den PU Schaum haben wir außen mit Sika versiegelt und das ganze dann mit GFK Leisten abgedeckt und lackiert.

… die Fenster sind drin, hat insgesamt gut funktioniert, den Aufwand sollte man jedoch nicht unterschätzen.

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So sieht unser Balu zwischenzeitlich aus … Bauzeit: 3 Jahre und 3 Monate

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Bis Sommer 2015 sind diverse Kleinigkeiten erledigt worden – Sonnenblende, Fahrerhausbox, Beleuchtung Stauraum, Kühlboxen, Gas, TÜV, etc.

Die letzte größere Baustelle ist der Boden des Bad´s. Zuerst wurde der Boden wasserdicht gemacht und anschließend gefliest.

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Mittlerweile ist es Mitte 2015 und wir finden unsere 4 jährigen Bemühungen können sich sehen lassen.

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Als Abschluss haben wir dann noch etwas dekoriert.

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Nun steht die Probefahrt an.

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