von Klaus:

Unsere Begeisterung ferne Länder zu bereisen war Grundlage und Ansporn zugleich, einen schon lange währenden Traum in die Tat umzusetzen…

 …einmal um die Welt fahren !!!

Und so haben wir uns die ersten Gedanken darüber gemacht und ganz schnell festgestellt, dass es – wie man es sich vorstellt – doch nicht so einfach ist, sich mal eben in ein Auto zu setzen und los zu fahren. Also haben wir angefangen uns gründlich zu überlegen was wir eigentlich wollen.

Der Gedanke an drei Tage Regenwetter und der doch beengten Platzverhältnisse, haben unsere Vorstellung von einem Landy, Pick up oder ähnlichem Untersatz, sehr schnell zerstreut.

Nach einer exakten Detailplanung …

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… haben wir uns dann für die Variante „Big is beautiful“ entschieden und uns auf die Suche nach einem geeigneten LKW gemacht.

Das Angebot an Fahrzeugen war im Sommer 2011 noch recht gut. In die engere Wahl kam dann der Steyr 12M18 oder der Mercedes 1017A. Mit dem Steyr konnten wir leider keine Probefahrt machen, da bei dem Händler alles zugeparkt war. Und ohne Probefahrt wollten wir nicht einfach einen LKW kaufen.

Im Juli 2011 sind wir dann aber bei Fabian Heidtmann fündig geworden, nach erfolgter Probefahrt inkl. verbogenem Unterfahrschutz (wegen männlicher Überheblichkeit) und weil man(n) Frau(en) manchmal nicht mehr bremsen kann, haben wir uns kurzer Hand entschlossen den Kauf zu wagen.

… und hier war er nun, in Bundeswehr Tarnlackierung, zuschaltbarem Allradantrieb und mit heißbegehrter Zusatzausstattung – einer erhöhten Luftansaugung !

 Balu 2011 - Bild 3

30 Jahre alt, 77.000 km auf dem Tacho, optisch ganz gut in Schuss und funktioniert hat auch alles – bis Johanna eine „geflogene“ Sicherung entdeckt hat. Die Heizung war defekt, war aber kein Problem. Fabian hat sich sofort auf Fehlersuche gemacht und uns das defekte Teil völlig problem- und kostenlos nachgeschickt.

Ein Name war auch bald gefunden: Balu – dick, gemütlich und brummig – wie der Bär aus dem Disney-Film „Das Dschungelbuch“.

An dieser Stelle möchten wir den super Service von Fabian Heidtmann hervorheben der uns bei allen Fragen, die uns vor dem Kauf und auch beim folgenden Umbau zu schaffen gemacht haben, immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat.

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Jetzt hatten wir Platz für unsere 3 Zimmer Wohnung auf 12m², denn mit 5 Meter langer und 2,45 Meter breiter Ladefläche ist das schon deutlich geräumiger als in einem Landy. Die Ehe war gerettet!

Einfacher hatten wir uns die Suche nach einer geeigneten Unterstellmöglichkeit vorgestellt, denn in einer ländlichen Gegend mit viel Landwirtschaft sollte das doch gar kein Problem sein – denkste!

Die ersten Tage haben wir Balu vor unserem Haus geparkt, und das hat schon ein bisschen zu Aufregung geführt. Denn niemand kam auf die Idee das Balu uns gehört, unser armer Nachbar wurde verdächtigt …

Kurzfristig konnten wir Balu dann auch bei unserem Nachbar mit in die Scheune stellen.

Sogar eine stillgelegte Schnapsbrennerei hatten wir als Unterstellmöglichkeit im Auge, nicht wirklich das Wahre, aber wir brauchten ein trockenes Plätzchen für Balu. Und dann war dort Probeparken angesagt – wir haben es zumindest versucht – mit einem Reifen – es hat geknirscht und ein Balken ist sogar gebrochen (Johanna sah Mann und LKW schon in den alten Kanälen versinken) und Klaus hat lieber vorsichtig den Rückwärtsgang eingelegt …

Letztendlich haben wir aber doch ein Plätzchen für Balu gefunden. Aber wie es immer im Leben so ist, kein Vorteil ohne Nachteil – die Halle passte, allerdings nur ohne Kofferaufbau.

Das Tor ist dafür 30 cm zu niedrig, aber bis wir unseren Koffer bekommen dauert es ja noch etwas und deshalb sollte die Halle erstmal für ca. 18 Monate das neue Zuhause für Balu sein.

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