zweiter Blog: baluaufweltreise2.wordpress.com

Da wir den kostenlosen Blog von WordPress benutzen, ist das Hochladen von Bildern begrenzt. Wir haben diese Grenze erreicht und deshalb einen neuen Blog begonnen.

Unseren 2. Blog könnt Ihr hier erreichen: https://baluaufweltreise2.wordpress.com/

Leider können wir die Follower nicht auf den neuen Blog übertragen. Bitte meldet Euch daher auf unserem neuesten Blog als Follower an und Ihr werdet wieder per eMail informiert, sobald es Neues gibt.

aktuell neuester Blog: https://baluaufweltreise3.wordpress.com/

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Internet, Smartphone, Landkarten und Kfz-Versicherung

Internet

Wir nützen nur freies, öffentliches wlan/wifi. Zum Schutz verwenden wir einen VPN-Dienst. Hier einige Beispiele:

  • Walmart
  • Home Depot
  • Lowe´s
  • Starbuck´s
  • Visitor Center
  • Büchereien

Diese Apps haben wir in den USA und Kanada verwendet:

  • iOverlander
  • Navigator
  • dict.cc
  • HMA!Pro VPN
  • Skype
  • WhatsApp
  • AccuWeather

weitere von uns verwendete Internetadressen:

Landkarten und Stadtpläne

Als ADAC-Mitglieder erhalten wir vom amerikanischen (AAA) und kanadischen (CAA) Automobilclub kostenlos Karten. Für uns waren diese Karten ausreichend.

Versicherung USA und Kanada:

Im März 2016 haben wir noch ohne Probleme über Frau Alessie eine Haftpflichtversicherung bei der Progressive abschließen können. Im Dezember allerdings konnten wir über Frau Alessie keine Verlängerung bekommen. Zum Glück hatten wir uns bei der Progressive für unseren Vertrag einen online-Zugang eingerichtet und so bekamen wir vier Wochen vor Ablauf unserer Versicherung ein Verlängerungsangebot per eMail geschickt.

Für aktuelle Informationen am besten hier nachlesen:  https://panamericanainfo.com/fahrzeugversicherungen-nordamerika-suedamerika/#usa-kanada

Stellplätze, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung

Stellplätze

In den Städten haben wir oft auf den Parkplätzen von Supermärkten (Walmart, Target, etc.) und von Baumärkten (Lowe´s, Home Depot) übernachtet. Die Baumärkte haben den Vorteil, daß diese meist um 22 Uhr schließen und sehr wenige andere Wohnmobile oder LKW´s dort über Nacht stehen – also wesentlich ruhiger sind als ein Walmart-Parkplatz.

Auf Nachfrage durften wir meist auch mehrere Tage auf den Baumarkt-Parkplätzen (New Jersey, Washington, Philadelphia, etc.) bleiben um die Städte besichtigen zu können.

In den Nationalparks des Ostens haben wir auf deren Campingplätzen übernachtet. Im Westen haben wir meist die kostenlosen Stellplätze auf BLM-Land genutzt.

In Alaska und im Westen von Kanada haben wir, oft mit Hilfe von iOverlander, viele tolle Stellplätze in der Natur gefunden.

Wasserversorgung

Bis jetzt haben wir immer Wasser bekommen, wenn wir gefragt haben, auch wenn wir dort nicht getankt oder übernachtet haben.

  • Tankstellen
  • Campingplätze
  • Feuerwehr
  • von Privatleuten
  • Visitor Center
  • Ranger Station
  • Nationalparks

Abwasserbeseitigung

  • Plumpsklo´s (wir verwenden keine Chemie)
  • Dumping Station (Nationalparks oder städtische)

RV Storage

Baltimore:                                                                                             http://bwiboatrvstorage.com/

Phönix:                                                                                                                                http://ameri-park.com/

Calgary:                                                                                                http://de.canadream.com/storage.aspx

Vancover/Richmond:                                                    https://www.mapleleafstorage.com/locations/british-columbia/richmond-self-storage/

Arizona

von Johanna:

Interstate 10, Grenze New Mexico-Arizona, Montag 14.11.2016

Wir fahren bis Benson und machen Feierabend.

Benson, Dienstag 15.11.2016

Wetter: ca. 27 Grad, Sonne

Heute wollen wir die Westernstadt Tombstone besichtigen. Der Historic District ist überschaubar, autofrei und die alten Gebäude sind voll mit Souvenirläden aller Art.

Die berühmte Schießerei am O.K. Corral wird nachgespielt – ist amüsant, aber wenn man sie nicht gesehen hat, dann ist es auch nicht schlimm.

Im Historama wird die Geschichte  von Tombstone gezeigt und erzählt – war interessanter als die Schießerei. Im Saloon von „Big Nose Kate“ kaufen wir uns Burger – – die waren nicht gerade günstig – aber lecker!

Auf dem Boothill Graveyard sind die „Bösewichte“ der Schießerei – Frank+Tom McLaury und Billy Clanton begraben. Einer der Bösewicht Ike Clanton und die Brüder Virgil+Wyatt+Morgan Earp und Doc Holliday haben überlebt. Auf dem Friedhof sind die meisten erschossen, aufgehängt, durch Indianer getötet oder gelüncht worden.

Auf dem Rückweg nach Benson kommen wir wieder an einer Border Patrol vorbei – seit Del Rio nun das vierte Mal. Balu wird automatisch fotografiert, dann anhalten und unsere Papiere werden kontrolliert – in den Wohnraum wollte bis jetzt keiner sehen. Aber alles freundlich und Mexikaner haben wir ja keine versteckt.

Kosten: 
O.K. Corral             US $ 10,00/Person

Benson, Mittwoch 16.11.2016

Wetter: Sonne, 25 Grad

Nach 1,5 Std. erreichen wir den östlichen Saguaro Nationalpark. Hier wachsen riesige Kakteen, die Saguaro´s. Sie können bis 20 m hoch und über 200 Jahre alt werden.

Aber auch andere Kakteen wachsen hier…dieser hier ist gut 1 m hoch.

oder diese…

Und auch ein paar Tierchen haben wir gesehen.

Balu macht sich doch ganz gut zwischen den Kakteen – Fotoshooting!

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Tucson, Donnerstag 17.11.2016

Wetter: Sonne, 25 Grad, abends kalt

Unser Ziel ist heute die Biosphäre 2. Es ist ein 1991 fertiggestellter Gebäudekomplex mit einem Ozean, einem Regenwald, einer Savanne, einem Sumpf und landwirtschaftlichen Feldern auf ca. 13.000 m² – alles unter Glas und von der Außenwelt weitestgehend unabhängig, außer Sonnenlicht und Strom. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten für mögliche bemannte Basen auf dem Mars oder anderen Planeten verwendet werden.

Das erste Forscherteam zog am 26. September 1991 ein und lebte trotz aller Pannen für zwei Jahre mehr oder weniger von der Umwelt isoliert. Die geplanten zwei Jahre hielten die acht Menschen durch, doch das System wurde mehr als 20 Mal geöffnet. Unter anderem war der Sauerstoff auf ein für die Gesundheit schädliches Maß gesunken und musste zugeführt werden.

Noch einmal zogen im März 1994 sieben „Bionauten“ ein, darunter ein Deutscher, doch der Versuch wurde nach einem halben Jahr abgebrochen.

Man hörte damals das Projekt sei gescheitert. Aber sie werden aus diesem „Scheitern“ schon etwas gewonnen haben – zumindest die Erkenntnis daß es nicht so einfach ist (wobei dieses Projekt ja schon nicht einfach war) außerhalb der Erde einen Lebensraum für Menschen zu erschaffen.

Was uns fasziniert hat, ist die immense Technik die dahintersteckt – Pumpen, Filter, etc. Vor allem das simple, aber wirkungsvolle System, das den Druck ausgleicht – da sich tagsüber die Luft aufheizt und ausdehnt. Das Gebäude besteht aber aus Glas, die Scheiben würden bei so einer Druckerhöhung  bersten. Also haben sie zwei „Ausgleichsgefäße“ gebaut, die „Lungen“ – Funktionsprinzip wie bei einer Heizung, nur in XXXXXXXXXXXL-Größe. Die Membran ist ein 4 to. schwerer Gummi (das schwarze auf den Bildern), das in der Mitte einen 16 to. schweren Metallteller hält. Nachts steht der Metallteller mit seinen Füssen am Boden. Sobald sich die Biosphäre aufheizt, drückt die Luft, die sich immer weiter ausdehnt, durch Schächte in die Kammern der beiden Lungen und der Gummi wird nach oben gedehnt, dadurch schwebt der Metallteller tagsüber in der Luft (wie auf den Bildern). Nachts wenn die Luft wieder abkühlt, zieht der schwere Metallteller den Gummi wieder nach unten und dadurch die Luft wieder in die Biosphäre.

Jetzt wird das Gelände genutzt um unserer Erde zu helfen.

Von 1998-2003 hat die Columbia Universität auf der ehemaligen landwirtschaftlichen Fläche die Auswirkungen von erhöhten Kohlendioxid auf Pappeln getestet.

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Seit 2007 führt die Universität Arizona Untersuchungen durch.

Auf drei je 30 m langen, 11 m breiten Metallgestellen mit 10 Grad Gefälle und ca. 1800 eingebauten Sensoren wurden jeweils ca. 500 to. zerkleinertes Basaltgestein aufgebracht. Das Gelände wird nun beobachtet – vom leblosen, mineralisches Substrat zur bewachsenen Erde. So will man genauer verstehen, wie der Klimawandel sich auf die Wasservorkommen und das Ökosystem einer Wüste auswirkt.

Dies ist unser zweiter Besuch der Biosphäre gewesen. Das erste Mal konnten wir nur außen herum gehen, da die zweite Gruppe Bionauten drin wohnte.

Kosten: 
Biosphere 2                      US $ 20,00/Person

Tucson, Freitag 18.11.2016

Wetter: wie in den letzten Tagen – 25 Grad, Sonne

Der westliche Teil des Saguaro Nationalpark steht heute auf unserem Programm. Auf der Schotterpiste „Golden Gate Road“ fahren wir quer durch den Park, danach ein Stück auf dem Scenic Bajada Loop Drive. Uns hat dieser Teil besser gefallen, es gibt hier mehr Saguaro´s und er sieht etwas wilder aus.

Da wir bereits die Hälfte der Vorstellungen verpasst hätten, kommen wir lieber morgen nochmal zu den Old Tucson´s Studio´s.

Dafür sehen wir uns die „Mission San Xavier del Bac“ an, die in einem Indianerreservat unterhalb Tuscon liegt.

Die Kirche wird noch benutzt, innen sehr bunt mit vielen Figuren.

Auf dem Kirchenvorplatz bieten Indianer „Indian Frybread“ an. Das Brot ist ähnlich wie Langosch. War sehr lecker.

Tucson, Samstag 19.11.2016

Wetter: und wieder 25 Grad, Sonne

In den Old Tucson Film Studio´s wurden seit 1940 über 400 Western und Westernserien gedreht, z.B. mit John Wayne (Rio Bravo, El Dorado, Rio Lobo) oder Bonanza oder, neueren Datums, Tombstone.

Es gab Stuntshows mit Schießereien, CanCan-Show, etc. – nicht auf die ernste Tour, sondern lustig gemacht.

Im Museum gibt es zu den bekanntesten Banditen der damaligen Zeit ein paar Informationen.

Butch Cassidy und seine Bande haben 1901 ein Foto „als guten Witz“ von sich machen lassen. Dieses Foto haben sie dann an die ausgeraubten Banken geschickt mit Dankesgrüßen.

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Jesse James und sein Bruder Frank haben Ihr „Handwerk“ bei der konföderierten Armee gelernt, als sie einen Guerilla-Krieg gegen die Unionstruppen führten.

Kosten: 
Old Tucson                    US $ 16,93 / Person

Tucson,  Sonntag 20.11.2016

Wetter: wie gehabt

Heute ist Putz- und Pflegetag und so sieht das aus.

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Tucson, Montag 21.11.2016

Wetter: es ist bewölkt, ab und zu regnet es ein paar Tropfen, ca. 20 Grad

Unser heutiges Ziel ist das Organ Pipe National Monument, wir wollen dort zwei Tage bleiben. Auf der Strecke fühlt man sich im wahrsten Sinne des Wortes wie im wilden Westen, endlose Steppe, ausgetrocknete Flussbetten, Kakteen, nur John Wayne hat noch gefehlt. Wir fahren durch die Tohono O’odham Nation Reservation (Indianerreservat) – und da kommt es schon mal vor das ein paar Pferde auf der Straße stehen. Am späten Nachmittag erreichen wir das Organ Pipe NM und hier lernen wir den „eisernen Ranger“ kennen – ein festgeschraubter Metallbriefkasten in den wir unseren Obolus für die zwei Übernachtungen auf dem Twin Peaks Campingplatz einwerfen.

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Organ Pipe National Monument, Dienstag 22.11.2016

Wetter: Sonne und 25 Grad

Heute treffen wir zum ersten Mal auf „Gleichgesinnte“. Elke und Stefan sind mit einem umgebauten Unimog unterwegs und es war natürlich sehr interessant zu hören welche Erfahrungen sie unterwegs gemacht haben. Und so ist ein Vormittag mal ganz schnell vorbei.

Aber wir wollen natürlich auch den Park erkunden und so fahren wir auf dem Ajo Mountain Drive durch die Wüste. 34 km Schotterpiste, gut zu fahren und immer wieder tolle Ausblicke auf die Wüste mit vielen Saguaro’s. Moment mal Saguraro’s ? Haben wir den falschen Park angefahren ? Wir wollten doch Organ Pipe’s sehen …

Nein alles ok, aber es gibt deutlich mehr Saguaro Kakteen im Park als Organ Pipe’s.

Fotovergleich Saguaro …

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und Organ Pipe.

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Für die 34 km brauchen wir fast 4 Stunden, wir machen eine „Geniessertour“, steigen oft aus. Wanderungen haben wir keine gemacht, die Kakteen waren von Balu aus viel besser zu sehen.

Organ Pipe Natl. Monument, Mittwoch 23.11.2016

Wetter: 25 Grad, Sonne

Nach der kleinen Tour von gestern machen wir heute die große Tour durch den NP, es liegen 64 km Off-Road Piste vor uns. Durch Warntafeln am Parkeingang werden wir erinnert wie nah wir an der mexikanischen Grenze sind: Keine Anhalter mitnehmen, kein Wasser abgeben und falls einem was „suspect“ vorkommt – Park Ranger informieren.

Die Tour hat es in sich, es geht über Stock und Stein, bergauf und bergab und wir brauchen mal wieder unseren Allrad. In einem ausgetrocknetem Flußbett bleiben wir im Sand stecken, aber mit Allrad war es dann kein Problem. Insgesamt war die Strecke etwas enttäuschend, landschaftlich trist, monoton und auch die Vielfalt der Kakteen war überschaubar.

Einzig die Oase direkt an der mexikanischen Grenze war etwas besonderes, dieser Kontrast zwischen dem Grün rund um die Oase und der Wüste darum ist bemerkenswert.

Hier wurde ich von einer afrikanischen Honigbiene attackiert, die stechen nicht gleich sondern stupsen einen erst an. Wir haben den Warnhinweis verstanden und haben uns verkrümmelt.

Am späten Nachmittag verlassen wir den Organ Pipe und wieder müssen wir durch einen Check Point der US Border Patrol – aber nur Ausweis vorzeigen, ansonsten alles sehr entspannt.

Wir fahren bis Gila Bend, wir wollen noch einkaufen denn morgen ist hier Thanksgiving und wir haben gehört das morgen alles zu sein soll. Als wir aber im Laden sind stellen wir sehr schnell fest das trotz dieses wichtigen Feiertags in den USA morgen geöffnet ist.

Gila Bend, Donnerstag 24.11.2016     Thanksgiving

Wetter: Sonne, 25 Grad

Unser heutiges Ziel sind die Casa Grande Ruins, wir fahren durch die Sonora Wüste nach Casa Grande. Auf der Fahrt sehen wir zum ersten Mal in den USA Massentierhaltung        zig tausende Rinder. Die Tiere waren zwar eingezäunt, hatten aber viel mehr Platz als in einem Stall.

An den Casa Grande Ruins angekommen müssen wir leider feststellen, das die am heutigen Feiertag geschlossen haben! Und so machen wir es uns auf dem gegenüberliegendem Parkplatz von Walmart gemütlich und relaxen den Rest des Tages.

Coolidge, Freitag 25.11.2016

Wetter: 25 Grad, Sonne und etwas windig

Wir besichtigen heute das Casa Grande Ruins Natl. Monument, es handelt sich hierbei um eine Gedenkstätte. Es beherbergt die Überreste einer etwa im Jahr 1200 entstandenen Siedlung des Volkes der Hohokam. Diese beherrschten den Kanalbau perfekt und bewässerten so ihre Felder. Durch geschickten Anbau von Feldfrüchten – es wurde z.B. Mais, Bohnen und Kürbis in kleinen Gruppen zusammen gepflanzt – waren die Ernteerträge sogar den heutigen überlegen!

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Die Casa Grande Ruins waren sehr interessant, vor allem wegen dem Tour Guide, eine ältere Dame (Volunteer) hat uns eine Stunde lange von dieser Indianerkultur erzählt – war hochinteressant.

Wir fahren noch bis nach Phönix, Balu bekommt eine ordentliche Wäsche die er auch dringend nötig hat und wir gehen im Anschluß ins Golden Corral.

Phoenix, Samstag 26.11.16

Wetter: Kälteeinbruch – nur noch 20 Grad und es ist bewölkt

Der Tag beginnt mit einem Deja Vu, wir haben einen Termin mit einer Mitarbeiterin vom Storage, wir waren da – sie nicht. Das hatten wir zu Beginn unserer Reise schon mal, wir saßen vor dem Hotel in Baltimore und wurden nicht abgeholt. Wir haben sie telefonisch erreicht und 30 Minuten später war sie dann da.

Den Rest des Tages verbringen wir mit Reinigung und Wartung von Balu.

Phoenix, Sonntag 27.11.2016

Wetter: 20 Grad, Sonne und Wind

Wir haben bei The Home Depot übernachtet, wenn es möglich ist steuern wir lieber die Parkplätze von Lowe’s oder The Home Depot an – bei diesen ist es in der Nacht ruhiger denn die haben Nachts geschlossen, bei Walmart ist immer offen …

Während wir putzen, Koffer packen, abschmieren etc., bekommen wir mal wieder Besuch. Jim ist begeistert von unserem Truck, er hat Freunde mit einem Unimog. Klaus fragt ihn dann auch gleich, ob er vielleicht die Werkstatt kennt in der sein Freund seinen Unimog bei Bedarf reparieren lässt – Jim telefoniert. Es dauert nicht lange und wir haben auf dem Parkplatz von The Home Depot neue Freunde kennengelernt: Jim, Bill, Shannan und nochmal Bill. Wir unterhalten uns eine ganze Weile und bekommen von ihnen das Angebot unser defektes Radlager im März im Hangar von Bill und Shannan reparieren zu können – wow!!!  Bill baut ein Flugzeug und hat auch noch einen Steyr, den er auch zu einem Wohnmobil umbauen will – da sind wir ihm mit Balu gerade recht gekommen um sowas mal fertig ansehen zu können. Wir tauschen noch Kontaktdaten aus und freuen uns auf ein Wiedersehen.

Phoenix, Montag 28.11.2016

Wetter: 18 Grad, bewölkt, in der Nacht hat es auch etwas geregnet

Letzter Tag der Vorbereitungen für den Heimflug, Balu bekommt seinen endgültigen Stellplatz, Wassertanks entleeren, Batterien abklemmen usw. und als Besonderheit – ein Cover – eine Maßanfertigung für Balu, wasserdicht und UV beständig. Es ist schon dunkel als wir mit den Arbeiten fertig sind und mit dem Bus fahren wir ins Hotel.

Phoenix, Dienstag 29.11.2016

Wetter: 18 Grad, bewölkt

Heute geht es nach Hause, wir schlafen richtig aus, gehen gemütlich zum Frühstück. Wir relaxen noch bis kurz vor 12 Uhr – dann werden wir mit dem Shuttle zum Phoenix Sky Harbor International Airport gefahren. Das Einchecken und auch die Paßkontrolle verlaufen reibungslos und wir heben pünktlich um 14.45 Uhr ab. Unser erster Zwischenstop in Minniapolis-St.Paul ist schnell erreicht und es geht bald weiter nach Amsterdam.

München, Mittwoch 30.11.2016

Wetter: Hilfe!!!! Eiskalt, ich will wieder nach Arizona!!!!

In München landen wir überpünktlich, sogar 15 Minuten früher als geplant. Alles perfekt gelaufen und unser Taxi steht auch schon vor Tür.

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Unsere Route (1345 km) – einfach anklicken

 

Texas und New Mexico

von Johanna:

Interstate 10, Grenze Lousiana-Texas, Sonntag 30.10.2016

Nachdem wir Louisiana verlassen haben, sind wir noch bis Houston gefahren. Der Diesel war hier wieder günstig – 1,99 US $ pro Gallone – und wir haben knapp 577 Liter getankt.

Und weil wir gerade beim Geld ausgeben waren, sind wir ins „Golden Corral Buffet & Grill“ zum Essen gegangen – riesiges Buffet mit Suppen, Salaten, Fisch und Fleisch in verschiedenen Variationen (BBQ, cajun, asiatisch und mexikanisch) und Nachspeisen mit Kuchen, Schokobrunnen, Eis,… Wir hätten fast einen Lift gebraucht um in unserer mobiles Häuschen zu kommen, aber wir haben es gerade so geschafft. War aber echt lecker und günstig.

Houston, Montag 31.10.2016

Wetter: 33 Grad, schwül, morgens nebelig

Der Tag hat gleich mal gut begonnen – da wir heute morgen sozusagen die letzte saubere Unterhose angezogen haben, ist es allerhöchste Zeit zu waschen. Darum war unsere erste Tat heute einen Waschsalon aufzusuchen. Alles wie immer – Wäsche von gut zwei Wochen in eine Riesen-Waschmaschine stopfen, nach gut 30 min in zwei Trockner packen und weitere 30-40 min später die trockene Wäsche zusammenlegen und in die Schränke räumen…nein diesmal leider nicht…unsere Wäsche kommt aus einem Trockner mit Flecken aus gelber Leuchtfarbe…??? Mist, im Trockner haben wir noch Reste davon gefunden. Zwar schauen wir immer in die Waschmaschinen und Trockner ob noch Wäsche vom Vorgänger drin liegt, aber beim Trockner habe ich noch nicht nach oben gesehen, da ich an solche Verunreinigungen nicht gedacht habe – schließlich kommt ja doch gerade gewaschene Wäsche in die Trockner…Zum Glück lässt sich die Leuchtfarbe mit etwas Überredung (Einsatz von Bürste und Fingernägel) entfernen.

Houston sehen wir uns nicht an, da wir im Internet und im Reiseführer nichts gefunden haben, das uns interessiert – ist „nur“ eine moderne Großstadt.

Dann sind wir nach Galveston auf Galveston Island gefahren um uns das „Offshore Drillung Rig Museum“ anzusehen. Auf der ausrangierten Bohrinsel „Ocean Star“ wird erklärt wie das Ölbohren funktioniert – sehr interessant. Sehr tiefes Loch bohren, mit Beton stabilisieren, dann seitlich rundherum Löcher reinmachen und schon kommt Öl heraus… tja, ok nicht ganz so simpel.

Der Besuch auf der Ölbohrinsel wird noch richtig schön abgerundet – ICH (und nicht Klaus) entdecke im Hafenbecken Delfine. Da wir gerade Zeit haben und es so schön ist setzen wir uns auf die Kaimauer und sehen den Delfinen zu …und auch einigen Pelikanen.

Durch Galveston sind wir auch geschlendert.

Und weil es gestern so gut geschmeckt hat und wir um 18 Uhr an einem Golden Corral vorbeigekommen sind, haben wir uns nochmals das Buffet gegönnt. Diesmal gab es sogar Steaks – medium gebraten, butterzart, wow! Das Erklimmen von Balu ist auch nicht leichter gewesen als tags zuvor. Diesmal werden wir wohl nicht abgenommen haben, wenn wir nach Hause kommen – die 7 kg die wir bei unserer ersten Tour verloren haben, sind am Ende dieser Tour wahrscheinlich wieder drauf – oh weh! Aber wir dürfen auf dem Parkplatz bei Meeresrauschen übernachten.

Von Halloween bekommen wir nichts mit, außer ein paar geschmückte Häuser und kostümierten Kindern.

Kosten:
Offshore Drilling Rig Museum          US $ 6,00/Pers.

Galveston, Dienstag 01.11.2016

Wetter: 32 Grad, schwül, nachmittags immer mal wieder Gewitter

Galveston Island ist eine schmale Insel im Golf von Mexico.  In Galveston gibt es große Hotels und das Drumherum dazu, aber schon etwas weiter südlich wird es ruhiger. Hier steht eher das Wochenendhaus/-apartment als die große Bettenburg. Und es gibt Zugänge zum Strand die man mit dem Fahrzeug befahren kann. Balu kommt zwar gerade so unter der Stromleitung, die die Häuser mit Strom versorgt, durch, aber dann können wir bis zum Wasser mit ihm fahren, da der feuchte Sand ausreichend fest ist.

Die Insel wird immer schmaler und so hat man bald links und rechts den Blick aufs Wasser. Bemerkenswert sind hier die Häuser, tolle Lage direkt am Sandstrand, unverbaubarer Meerblick, hört sich doch super an, oder?

Tja, ich verzichte, die Häuser stehen alle auf 4-5 m hohen Stelzen – für die nächste große Welle. Und vor einem Hurricane ist man hier nie sicher.

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Dann verlassen wir den Atlantik, ihn werden wir voraussichtlich erst wieder 2018 sehen, wenn wir in Mexico sind.

Nachmittags auf dem Weg nach San Antonio fahren wir immer wieder durch Gewitter.

Seguin, Mittwoch 02.11.2016

Wetter: 30 Grad, noch schwüler…uff

Wir fahren noch ein kurzes Stück nach San Antonio. Nicht weit von „The Alamo“ finden wir einen Parkplatz.

Die Schlacht von Alamo wurde vom 23. Februar bis zum 6. März 1836 ausgetragen, eine ehemalige spanische Missionsstation in der (damals spanischen, heute texanischen) Stadt San Antonio. Sie gilt noch heute als ein Symbol für den texanischen Freiheitskampf. Nach dem Ende des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges 1821 war Texas mexikanisch. Das unabhängige Mexiko war mehreren Machtwechseln und Umstrukturierungen unterworfen. 1833 wurde Santa Anna Präsident und regierte diktatorisch. Mit seiner Machtübernahme verschlechterten sich die Bedingungen für die Einwanderer in Texas. Als schließlich der Texanische Unabhängigkeitskrieg ausbrach, siegten die Texaner anfänglich und vertrieben im Dezember 1835 die Truppen von Martin Perfecto de Cos, dem Schwager Santa Annas, aus San Antonio und Alamo. Um die Besatzer wieder zurückzudrängen, sammelte Santa Anna eine Armee von bis zu 7000 Mann um sich. Die Niederlage war – auch für die ca. 200 Widerständler – absehbar, alle starben. Die sich in Alamo aufhaltenden Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, wurden größtenteils verschont. Nach dem Fall von Alamo erhielt die texanische Armee starken Zulauf und konnte letztlich den Unabhängigkeitskrieg für sich entscheiden – „Remember the Alamo“.

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1845 ist Texas als 28. Bundesstaat den USA beigetreten und das hat 1846 den mexikanisch-amerikanischen Krieg ausgelöst. Daraufhin hat Mexiko Kalifornien, Arizona, New Mexico, Utah, Nevada, Texas und einen Teil von Colorado und Wyoming an die USA abgetreten. Bis heute ist der Kampf um Alamo einer der wichtigsten der US-Geschichte, der als Symbol von „Mut und Opferbereitschaft im Namen der Freiheit“ gesehen wird.

In San Antonio gibt es noch einen schönen Riverwalk zum „flanieren“, aber der Rest ist Tourikram.

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San Antonio, Donnerstag 03.11.2016

Wetter: 29 Grad, Sonne, Wolken, Wind, abends Regen

Neben der ehemaligen Mission San Antonio (=Alamo) gibt es noch 4 weitere Missionen, davon schauen wir uns heute die schönste an – San José.

San José wurde 1720 gegründet, da San Antonio übervölkert war mit indianischen Flüchtlingen. Diese flüchteten einerseits vor den Angriffen der Apachen aus dem Norden, andererseits vor einem für die Indianer unsichtbaren Feind aus dem Süden – den Krankheiten, die die Spanier aus Europa mitgebracht haben. Und da sie sich von Ihren Göttern verlassen fühlen, waren sie leichte Beute für die Missionare.

Bald nach Fertigstellung 1782 waren aber 70% der indianischen Bevölkerung den europäischen Krankheiten erlegen und die Mission wurde 1824 aufgegeben.

Den Rest des Tages haben wir mit Fahren verbracht.

Del Rio, Freitag 04.11.2016

Wetter: angenehm kühl, 25 Grad, nachts hat es immer wieder geregnet

Da im Big Bend Nationalpark Wasserknappheit besteht, füllen wir unsere Frischwassertanks gleich in Del Rio bei einem Campingplatz.

Unsere Fahrt geht durch die (gefühlt) endlose Weite Texas. Wobei sich Steppe mit Kakteen, Farmland, Wiesen mit und ohne Vieh, trockene Flußbetten und Hügel abwechseln. Die Landschaft ist karg, völlig anders als in den wasserreichen Regionen der Swamps, aber trotzdem eindrucksvoll.

Abends kommen wir im Big Band Nationalpark an und da keine Hauptreisezeit mehr ist, bekommen wir auch einen Stellplatz auf dem Rio Grande Village Campground.

Big Bend Nationalpark, Samstag, 05.11.2016

Wetter: bewölkt, 25 Grad, ab und zu etwas Regen

Unsere erste Tour ist der Boquillas Canyon Trail.

Als wir am Rio Grande ankommen sind wir erstaunt – wir hatten uns den Fluß größer vorgestellt. Er ist ganz braun, da er sehr viel Sand mit sich trägt, den man richtig zwischen den Fingern spüren kann.

Mexico ist zum Greifen nah!

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Findige Mexikaner haben auf allen Wanderwegen auf US-Seite handgefertigte Souvenirs (Tiere und Pflanzen aus Draht, Stofftüten, bemalte Wanderstöcke) aufgestellt mit Preistafel und Plastikdose daneben. Wir entdecken die Mexikaner auf der anderen Seite – sie kommen illegal mit Booten über den Fluß, stellen alles auf und rudern wieder zurück. Von der anderen Flußseite beobachten sie mit Ferngläsern ob die Touristen auch Geld einwerfen, wenn sie etwas von den Souvenirs wegnehmen.

Auf dem Weg zu den Hot Springs – einer heißen Quelle – finden wir noch einen kleinen „Canyon“.

Der Weg zur heißen Quelle ist eine Off Road Piste, genau das richtige für Balu. In der heißen Quelle (ca. 45°C)  wollten wir baden, aber zum Glück haben wir uns die vorher angesehen – die Quelle ist genauso braun wie der Rio Grande – nein danke!

Eigentlich wollten wir abends den Sonnenuntergang beim „Rio Grande Village Nature Trail“ genießen, aber da es bewölkt ist, gibt es keinen. Aber auch so war die kleine Wanderung schön.

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Auf unserem Campingplatz:

Zum Abendessen gibt es auf unserem kleinen Grill zwei Rib Eye Steaks – oberlecker.

Kosten:
Rio Grande Village Campground            US $ 14,00/Nacht
2 Angus Rib Eye Steak                    US $ 17,00

Big Bend, Sonntag 06.11.2016

Wetter: Sonne, 27 Grad

Wir verlassen das Rio Grande Village und fahren ins Chisos Basin. Auf dem Weg entdecken wir einen Adler, der sich geduldig ablichten lässt.

Und dann läuft uns auch noch sowas über die Straße… igitt – das Bild musste Klaus machen!

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Der Campground im Chisos Basin liegt am Hang und daher ist die Auswahl an geraden Stellplätzen überschaubar.

Der Windows Trail geht zunächst bergab durch eine Schlucht mit Agaven, Kakteen, viele Schmetterlinge und Heuschrecken. Eine Heuschreckenart fliegt sogar plötzlich vor uns weg, breitet rote Flügel aus und macht dabei ein knatterndes Geräusche.

Am Ende des Weges stehen wir in einer engen Schlucht und stehen auf einem Wasserfall, man kann weit in den Nationalpark hineinsehen. Allerdings nur wenn nicht zu viel Wasser kommt, denn man steht im Flußbett.

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Hier gibt es Berglöwen – gesehen haben wir aber keinen und auch keinen Bären.

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Bereits tags zuvor haben wir zwei „französische Australier“ Yvette und Daniel kennengelernt und heute haben wir sie am Campingplatz wieder getroffen. Sie waren mit Ihrem Landcruiser schon auf der halben Welt unterwegs. Informationen sammeln ist angesagt.

Wir grillen wieder, diesmal aber nur Würstchen, aber bei einem Sonnenuntergang, der die gegenüberliegenden Berge rot färbt.

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Kosten: 
Chisos Basin Campground              US $ 14,00/Nacht

Big Bend, Montag 07.11.2016

Wetter: Sonne knallt, über 30 Grad

Der „Mule Ears Spring Trail“ führt ohne Schatten an einer Felsformation vorbei in der Form von Eselsohren.

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Am Ende des Weges soll eine Quelle sein, naja viel sprudelt da nicht.

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Es gab zwar trotzdem schöne Stellen, aber ich war diesmal froh wieder zurück zu sein. Ohne Schatten, in praller Sonne… ich war fix und alle.

Im Tuff Canyon gibt es dann zum Glück Schatten. Dieser Canyon ist nicht durch einen Fluß entstanden, sondern „nur“ durch Regen.

Heute grillen wir Lachs und als dieser gerade auf dem Grill liegt, kommen vier Texaner und interessieren sich für Balu. Nachdem wir alles erklärt haben, laden Sie uns zum Essen ein. Wir deuten auf unseren Lachs – kein Problem, wir sollen erst unseren guten Lachs essen und dann bei Ihnen „scheußliches“ amerikanisches Bier und „scheußliches“ mexikanisches Essen probieren. Nachdem wir also den Lachs gegessen haben, sind wir zu der Gruppe rüber. Das amerikanische Bier ist lt. Klaus wirklich scheußlich, aber die Wraps waren sehr gut.

Wir haben uns über die morgen anstehende Wahl, Unterschiede zwischen Deutschland und USA und über anderes unterhalten.

Ich habe mich an Tequilla gehalten, Klaus hat vier verschiedene Biere, Absinth, Roggen-Whiskey, Tequilla und Bourbon probiert – ihm ging es dann nachts nicht so gut…ich hatte kein Problem.

Kosten: 
Cottonwood Campground          US $ 14,00/Nacht

Big Bend, Dienstag 08.11.2016

Wetter: 25 Grad, windig, Sonne und Wolken wechseln sich ab

Klaus hat die Nacht überlebt. Bevor wir den Nationalpark verlassen wollen wir noch den Santa Elena Canyon Trail machen. Nach den ersten paar Metern stehen wir aber vor einem Fluß, dem Terlingua Creek, der hier in den Rio Grande mündet. Er führt nur noch rechts und links Wasser, in der Mitte hat sich Schlamm angesammelt und es gibt keine Brücke. Über den ersten Wasserlauf finden wir schnell etwas weiter unten, fast an der Einmündung in den Rio Grande, eine seichte Stelle mit Steinen und wir erreichen die Flußmitte, die wir relativ problemlos durchqueren können.

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Aber dann stehen wir vor dem zweiten Wasserlauf. Vor uns wollen zwei Mädels ans Ufer…

Nein, wir sind Weicheier, da kehren wir doch lieber um… Aber bevor wir aufgeben, sehen uns erst noch etwas um und finden weiter flußaufwärts doch noch einen Weg auf dem wir trockenen, aber etwas schlammigen Fußes ans Ufer gelangen.

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Etwas über dem Rio Grande entlang geht der Weg in einen hohen, schmalen Canyon. Wir sind froh, daß wir nicht sofort aufgegeben haben, denn die Wanderung war sehr schön.

Als wir wieder zurück im Flußbett sind, fragen uns einige andere Wanderer nach dem „trockenen“ Weg. Dabei erfahren wir, daß gestern noch viel mehr Wasser in dem Fluß war.

Über die „Old Maverick Road“, eine 20 km lange Schotterpiste, verlassen wir Big Bend. Hier sind wir fast alleine unterwegs, nur ein Auto kommt uns entgegen, eine schöne Strecke. Aber sollte es geregnet haben, muß man auf jeden Fall eine Schaufel dabei haben – auch hier sieht man noch, daß 1-2 Tage vorher ein Durchkommen nicht so leicht gewesen wäre.

Durch die Chisos Mountains fahren wir nach Presidio. Die Straße ist gut, aber die reinste Achterbahn – rauf, runter, rauf,…aber schön durch die vielen Canyon´s. Dann geht´s weniger aufregend weiter bis Mafra.

Heute haben wir den 20.000 km Reisekilometer voll gemacht.

Marfa, Mittwoch 09.11.2016

Wetter: nachts 8 Grad, tagsüber 15 Grad, keine Sonne, windig

Das heutige Ereignis schlechthin: Donald Trump wird Präsident – ob er seinen Job gut oder schlecht macht, wird sich erst im nächsten Jahr zeigen. Wir haben es kommen sehen, da die meisten, mit denen wir gesprochen haben, zwar Trump nicht wollen, aber gegen Hilary wählen, da sie ihr nicht trauen und der Meinung sind, daß sie lügt.

Der Weg  zu den Tropfsteinhöhlen der Carlsbad Caverns führt wieder durch weites Texas und durch genauso weites New Mexico – einfach unvorstellbar wie riesig dieses Land ist, Straßen meilenweit schnurgerade und an den Straßen laufen die Zäune der Weiden ebenso meilenweit mit. Abends kommen wir am Visitor Center der Carlsbad Caverns an, dieses liegt auf einem 1500 m hohen Plateau und das Land rundrum liegt tiefer und ist soooo weit!!!

In den letzten Tagen haben wir keine größere Ortschaft gesehen, nur immer ein paar Häuser. Wird zur Abwechslung mal wieder Zeit einen großen Supermarkt zum Auffüllen der Vorräte zu finden.

White City, Donnerstag 10.11.2016

Wetter: 20 Grad, bewölkt, morgens neblig

Das Carlsbad Caverns National Monument sind Tropfsteinhöhlen, aber was für welche. Wir brauchen 6 Stunden um alles abzulaufen. Es gibt zwei Touren, die man alleine gehen muss.

Und eine Tour, die von einem Ranger geführt wird – die Kings Palace Tour. Alle Touren haben Ihre Highlights, aber die Ranger-Tour ist für uns die beste gewesen. Die Räume sind hier vollbehangen mit Stalaktiten, Vorhängen, …

Früher war diese Tour ebenfalls frei zugänglich, aber nachdem immer mehr Tropfsteine abgebrochen wurden, ist sie nur noch geführt möglich.

Entstehung der riesigen Höhlen: Vor mehr als 260 Mio. Jahren gab es nur einen Kontinent – Pangea. Wo heute die Tropfsteinhöhlen sind, befand sich ein Inlandsmeer. In diesem wuchs ein 600 km langes Riff, aus den Überresten von Schwämmen, Moostierchen und Kalkalgen. Die Verbindung zum Meer wurde getrennt und das Meerwasser verdunstete, zurück blieben Salz- und Gips. Dann begann sich die Gegend zu heben. Regenwasser, das Kohlendioxid aus Luft und Boden aufgenommen hatte und dadurch sauer war, versickerte in Spalten des Riffs und löste den Kalkstein langsam von innen her auf. Ungefähr zur gleichen Zeit stieg Schwefelwasserstoff aus den Gas- und Öllagerstätten unterhalb der Riffkalksteins auf. Dieses reagierte mit dem freien Sauerstoff im Grundwasser zu Schwefelsäure und unterstützte den Lösungsprozess des Kalkes. Heute bestehen weite Teile der Guadalupe Mountains aus dem Riffkalkstein und einige der größten Höhlen sind heute die Carlsbad Caverns.

Entstehung der Tropfsteinformationen: Jeder Regentropfen, der bis in die Höhle durchsickert, löst auf seinem Weg ein bißchen Kalk. Wenn er in der Höhle der Luft ausgesetzt ist und etwas Wasser verdunstet, wird aus dem Wasser wieder Kalk abgeschieden und es entstehen die schönsten Gebilde.

Carlsbad, Freitag 11.11.2016

Wetter: bewölkt, 20 Grad, aber auch Hagel, 6 Grad

Auf der Fahrt in Richtung White Sands Nationalpark fahren wir weiter durch diese „unendlichen“ weiten New Mexico´s mit sehr vielen Ölförderpumpen und Lagertanks.

Dann geht es über einen Pass (2640 m), die Temperatur fällt auf 6 Grad und es hagelt. Die Vegetation ändert sich schlagartig – wir fühlen uns fast wir zu Hause, es gibt wieder Nadelbäume.

Als wir wieder ins Tal kommen, hat uns die Wüste wieder.

Tularosa, Samstag 12.11.2016

Wetter: sonnig, 25 Grad

Etwas weiter nördlich gibt es den Three Rivers Petroglyph Site. Die paar Hügel sehen unspektakulär aus, nur die Warntafel lässt Klaus etwas ins Schwitzen kommen. dsc02616

Petroglyphen sind in Stein geritzte Bilder und hier soll es über 21.000 davon geben. Es sollte nur ein kurzer Stop sein, gucken, Foto machen, weiterfahren. Aber wir laufen 1,5 Stunden zwischen den Felsbrocken auf der „Suche“ nach Bildern rum – war irgendwie interessant.

Nach weiteren 1,5 Stunden erreichen wir den White Sands National Park. Am Eingang stoppt uns der Ranger – was ist denn jetzt los? Dürfen wir nicht rein? Sind wir zu groß, zu schwer,…? Nein, er will nur ein Foto machen. Er ist ganz aus dem Häuschen, denn er ist mit einem 1017 in Saudi Arabien unterwegs gewesen. Und seitdem hat er nie wieder einen 1017 gesehen.

Der weiße Sand ist kein Sand, sondern Gips. Es lässt sich besser darauf laufen als auf Sand, da er fester zusammen hält, was daran liegt, daß er feucht ist, da der Grundwasserspiegel nur 50 cm unterhalb ist. Das Wasser ist aber nicht trinkbar.

Um 16 Uhr machen wir einen „Sunset Stroll“ (Sonnenuntergangs-Spaziergang) mit einem Park-Ranger. Auf den Dünen wachsen Yucca-Palmen, diese verlängern ihren Stamm, damit sich ihre Blätter immer über dem Sand befinden. Andere Pflanzen halten einen Teil der Düne mit ihren Wurzeln fest und können auf dem so verankerten Sandsockel weiterwachsen, während sich die Düne fortbewegt.

Entstehung: Der Gips kam weiter oben in den San Andres- und den Sacramento Mountains vor. Durch die Hebung der Berge wurde er im Laufe der Zeit durch Schnee und Regen aus den Felsen gelöst. Anschließend gelangte er in das Tularosa Basin und wurde dort abgelagert. Normalerweise würden Ablagerungen von Flüssen ins Meer transportiert werden, doch da es im Tularosa-Becken keinen Abfluss gibt, sind der Gips und andere gelöste Sedimente innerhalb des Tals gefangen. Nachdem das Wasser verdunstete, kristallisierte der Gips aus. Die Kristalle zerbrachen wiederum zu Körnern, die durch den Wind zu riesigen weißen, staubigen Dünen aufgetürmt wurden.

Las Cruces, Sonntag 13.11.2016

Wetter: 25 Grad, sonnig

Heute ist mal wieder Balu Putz- und Pflegetag und Waschtag. Und weil wir so fleißg waren, gehen wir abends mal wieder in ein Golden Corral Restaurant.

Las Cruces, Montag 14.11.2016

Wetter: 27 Grad, Sonne

Fahrtag – 368 km auf fast gerader Interstate durch flaches weites Land. Wir verlassen New Mexico und erreichen für dieses Jahr das letzte Bundesland – Arizona.

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Unsere Route (2886 km) – einfach anlicken

 

Mississippi, Arkansas und Louisiana

von Klaus:

Clarksdale, Montag 24.10.2016

Wetter: 25 Grad und viele Wolken

Wir fahren am Mississippi entlang Richtung Süden. Vom Old Man River sieht man leider nicht viel, meterhohe Dämme sollen das Hinterland vor Überschwemmungen schützen. Der Mississippi führt 25 mal soviel Wasser wie der Rhein – das ist schon eine Hausnummer!

Beeindruckend sind hier die Felder, kilometerlang reihen sich verschiedene Feldfrüchte aneinander, Soja, Zuckerrohr, Reis und natürlich Baumwolle.

Als wir den Natchez Trace Parkway erreichen dämmert es schon und  das ist schon etwas gefährlich, keine Banditen sondern wegen der Tiere. Jede Menge Rehe, Hirsche und Wildschweine direkt am Straßenrand – wir legen den kleinen Gang ein.

Natchez, Dienstag 25.10.2016

Wetter: 26 Grad, Sonne

Wir fahren mit Balu in die Innenstadt, Parkplatz war kein Problem. Wir laufen etwa 2,5 Std. durch das kleine beschauliche Natchez. Nicht überlaufen und es gibt sehr viele alte Südstaatenhäuser zu sehen – nicht nur die aus dem Reiseführer. Es sind zwar ein paar dabei die mal einen Anstrich nötig hätten, die meisten sind aber wirklich toll. Schöne Stadt mit Blick auf den Mississippi.

Auf unserem Weg nach New Orleans (sprich: N´Awlins) haben wir wahrscheinlich US-Geschichte geschrieben – falls uns jemand gesehen hat – wir waren zu Fuß am Drive In Schalter. Bei Sonic gibt’s kein Restaurant in das man gehen kann, probieren wollten wir aber trotzdem und weil Balu für den Drive In zu groß ist – naja – ist Johanna zu Fuß gegangen.

Prairieville, Mittwoch 26.10.2016

Wetter: 30 Grad und Sonnenschein

Heute ist Plantagentour – Vom Winde verweht – so haben wir uns das in etwa vorgestellt. Die Plantagenhäuser liegen alle direkt am Mississippi, nur vom ehemaligen Charme dieser großartigen Häuser ist nicht mehr viel zu spüren. Eingepfercht zwischen riesigen Industrieanlagen ist es fast schon ein trauriger Anblick. Das kann man alles wirklich nur geniessen wenn man das „aussen herum“ ausblendet. Am schlimmsten fanden wir es bei der San Fransisco Plantage, Straße, Maschendrahtzaun und dahinter dieses wunderschöne Plantagenhaus. Gesamteindruck eine Katastrophe …

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Rechts Rohrleitungen von Lagertanks der Raffinerien über der Straße zum Mississippi und auf der linken Seite der San Francisco Plantation sieht es nicht viel besser aus.

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Wir haben Houmas House, Oak Alley, Laura, San Fransisco Plantation und die Destrehan Plantagenhäuser von außen besichtigt, alles schöne Häuser, teils tolle alte Eichenalleen, da kommt schon Südstaatenromantik auf, den Rest haben die Ami’s aber gehörig verschandelt.

Auf der Laura Plantage haben wir mit Erlaubnis des Gärtners Trinkwasser auftanken können. Wir haben uns eine Weile mit ihm über verschiedene Dinge unterhalten, unter anderem über Löhne und Steuern. Für Arbeitgeber ist es leicht „under the table“ zu bezahlen, es kontrolliert angeblich niemand. Und die Gefängnisse würden billige Arbeitskräfte anbieten – nämlich die Gefangenen. In den USA wären die Gefängnisse privatisiert und die Gefangenen müssten arbeiten um sich zusätzliches Essen, etc. kaufen zu können, da sie gerade genug zum Überleben bekommen würden.

Dann waren wir auf seine Empfehlung Cajun Style Essen. Wir waren enttäuscht, alles nur frittiert und von Gewürzen keine Spur, das hatten wir uns anders vorgestellt.

New Orleans, Donnerstag 27.10.2016

Wetter: 28 Grad, bedeckt, schwül

Mit dem Rad erkunden wir heute New Orleans, zuerst fahren wir in den Garden District, liegt etwas außerhalb von Downtown ist aber mit dem Fahrrad ein Katzensprung. Schöne, gepflegt Häuser, teilweise mit den hier so typischen eisernen Balkonen.

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Vornehme Wohngegend und mittendrin einer der ältesten Friedhöfe von New Orleans – Lafayette Cemetery. Die Menschen können hier aufgrund des hohen Grundwasserspiegels nicht begraben werden, deshalb werden, auch noch heute, fast kleine Häuschen gebaut.

Wir sind dann weiter zum French Quarter geradelt und beim Marriott haben wir unsere Fahrräder geparkt und sind zu Fuß weiter.

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Erst durch die Chartes und die Royal Street, hier befinden sich die noch am ursprünglichsten schmiedeeisernen Balkone. Diese sehen schon phantastisch aus, besonders wenn sie auch noch mit viel „Grün“ bewachsen sind.

Für Halloween ist auch schon dekoriert…

Die Fortbewegungsmittel der Polizei sind hier etwas kleiner geraten.

Am Jackson Square haben wir New Orleans auf uns wirken lassen, Künstler, Wahrsager und natürlich auch Jazz Musiker.

Am Riverwalk entlang sind wir bis zum French Market gelaufen und über die Bourbon Street wieder zurück. In der Bourbon Street war dann abends am meisten los, viele Kneipen und ein wirklich buntes Publikum …

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Neubau einer Straße…Wie lange die wohl bei der riesen Menge Stahl wohl hält? Bei uns wird ja im Fundament eines Hasenstalls mehr Eisen verbaut!

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New Orleans, Freitag 28.10.2016

Wetter: Sonne, 28 Grad

Wir verlassen New Orleans Richtung Houma, in der Nähe wollen wir eine Swamp Tour machen, daraus wir aber heute leider nichts mehr. Die gibt es nur 2x täglich und wir sind zu spät. Aber wir bekommen eine Telefonnummer und eine eMail Adresse, dort sollen wir anrufen und für morgen reservieren. Leichter gesagt als getan, wir versuchen es mindestens fünf mal – Anrufbeantworter und auf die eMail bekommen wir auch keine Antwort. Und so beschließen wir morgen um 10 Uhr einfach mal hinzufahren – vielleicht haben wir ja Glück.

Den Abend verbringen wir in Larose, da ist French Food Festival, wir essen, hören der Band zu und genießen das Treiben um uns herum. Gute Band und wir schätzen das wir beim Line-Dance zugesehen haben. War ein schöner Abend …

Im Golf von Mexico wird Öl gefördert und natürlich gibt es dabei auch Abfall. Als wir nach Larose gefahren sind, haben wir zuerst einen ölartigen Geruch bemerkt und dann diese Felder gesehen…

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Houma, Samstag 29.10.2016

Wetter: Sonne, 30 Grad

Zu allererst fahren wir zu „unserer“ Swamp Tour, vielleicht klappt es ja. Und wir haben Glück – das Boot ist nicht voll und wir können ohne Reservierung mit. Wir haben zwar schon gelesen das die Tour gut sein soll, aber was wir in den nächsten 2 Stunden erleben ist mehr als gut. Schildkröten, Blue Herons, Alligatoren – auch Alligatorbabys gerade aus dem Ei geschlüpft. Da lagen sogar noch die Schalen daneben.

Jim hat die Alligatoren etwas gefüttert und so sind sie sehr nah ans Boot gekommen und haben gefressen – wow!

Das gleiche hat er mit Weißkopfseeadlern gemacht, das alles aus nächster Nähe zu beobachten ist top.

Und was man hier nicht vergessen darf ist die Natur, wir befinden uns im Mandalay Wildlife Refuge. Zypressen mit spanischem Moos, Wasserhyazinthen und viele andere Pflanzen.

Dagegen war die Tour im Okefenoke Swamp für den ……!

Aber es gibt hier auch das – unzählige Schiffe mit allem möglichen, auch Gefahrgütern.

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Danach sind wir weiter nach Avery Island gefahren, kennt kein Mensch, aber Tabasco kennt jeder.

Allerdings hatten wir eine Straßensperre zu überwinden – ein LKW ist umgekippt. Und immer wieder kommen wir an abgeernteten Zuckerrohrfeldern vorbei, die abgebrannt werden.

Bei Tabasco gibt zwar keine geführte Tour, wir können aber selbst herumlaufen. Ist alles gut beschildert und erklärt wie aus der Chilischote (in USA Pepper) Tabasco Sauce wird. In Kurzform, Chilischote häckseln, einsalzen, umrühren. 3 Jahre in einem Holzfass reifen lassen, mit Essig verdünnen, sieben und mit Geheimgewürzen verfeinern – fertig, so einfach geht das. Von den Holzfässern werden die Eisenbänder abgemacht und durch Edelstahlbänder ersetzt. Die Chili / Salz Mischung in den Fässern würde das Eisen in kurzer Zeit durchrosten lassen.

In Lafayette schlagen wir unser Nachtlager auf. Auf dem Parkplatz von The Home Depot werden wir von jemandem angesprochen, er hätte uns letzte Woche in Nashville schon gesehen, na sowas …

Kosten:
Annie Miller´s Son´s Swamp and Marsh Tours    US $ 20,00/Person
Tabasco                                       US $ 5,95/Person

Lafayette, Sonntag 30.10.2016

Wetter: Sonne, 32 Grad

Und weil heute Sonntag ist lassen wir es heute gemütlich angehen. Johanna backt Brot und macht unsere „Wohnung“ sauber. Ich spiele mit dem Computer – wir brauchen mal wieder eine günstige Tanke und „GasBuddy.com“ hilft dabei.

Anschließend machen wir uns einen gemütlichen Fahrtag auf der I 10 bis nach Houston.

Unsere Route (Memphis-Baton Rouge)  und unsere Route (Baton Rouge – Grenze Lousiana-Texas) (1461 km) – einfach jeweils anklicken

 

 

Tennessee und Kentucky

von Klaus:

Sylva, Mittwoch, 12.10.2016

Wetter: Nachts wird es jetzt schon sehr frisch, tagsüber 20 Grad und Sonne pur

Gegen Mittag erreichen wir das Visitor Center im Nationalpark. Wir ergattern gerade noch so zwei Stellplätze für heute und morgen auf Campingplätzen. Oktober ist Hauptreisezeit für die Smoky’s. Nachmittags machen wir noch eine „kleine“ Wanderung, zumindest dachten wir das. Wir haben uns den Bradley Fork Trail – knappe 10 km – ausgesucht, anfangs geht es ganz gemütlich durch den Laubwald, aber dann zieht sich der Weg in Serpentinen den Berg hoch. Der Weg führt durch dichten Laubwald und ganze Wälder aus Rhododendren.

Viel „Indian Summer“ haben wir nicht gesehen, aber doch ein bißchen. Später haben wir erfahren, daß es seit 6 Wochen nicht geregnet hat und daher dieses Jahr die Färbung des Laubes nicht so ausgeprägt ist..

Und weil es abends so schön gepasst hat, haben wir auf dem Campingplatz unseren Grill ausgepackt und zu unserem Truthahn eine Flasche Wein genossen.

Smokemont Campground, Donnerstag, 13.10.2016

Wetter: perfektes Wanderwetter, knappe 20 Grad und Sonne

Nachdem wir uns gestern warm gelaufen haben, steht heute ein Stück vom Appalachian Trail auf dem Programm. Wir wandern zum Charlies Bunion, ein Felsvorsprung mit einer grandiosen Sicht über die Smoky’s. Auf den Felsen kann man auch klettern und es sich dort gemütlich machen – ist aber nichts für schwache Nerven und schwindelfrei sollte man auch sein. Der Wanderweg verläuft häufig genau am Bergkamm, so hat man Ausblicke auf beide Seiten.

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Für die 13 km lange Wanderung haben wir fast 6 Stunden gebraucht und dabei ca. 500 Höhenmeter überwunden. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt …

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Kosten:
Smokemont Campground      US $ 20,00/Nacht
Cades Cove Campground     US $ 20,00/Nacht

Cades Cove Campground, Freitag, 14.10.2016

Wetter. 20 Grad, Sonne

Wir verlassen den Great Smoky Nationalpark über die Rich Mountain Road – Schotterpiste, aber gut zu fahren. Schöne Tour durch den NP, immer wieder haben wir schöne Ausblicke in die Smoky’s, in Serpentinen den Berg hoch und runter,  genau das richtige für Balu – für unseren Koffer hingen die Äste aber ein wenig zu tief und haben den bereits vorhandenen Kratzern noch etliche hinzugefügt. Hätten wir unseren Koffer lackieren lassen, was wahrscheinlich nicht gerade billig ist, würde uns das schon arg weh tun, aber wir haben selbst lackiert und falls die Kratzer mal zu viele werden, machen wir uns einfach nochmal ans Werk.

Auf unserem weiteren Weg kommen wir noch an einer Tanke mit günstigem Diesel vorbei und für 1,96 US $ die Gallone, das sind umgerechnet etwa 50 Eurocent für den Liter, machen wir Halt bei Shell. In den USA ist Tanken nicht so einfach wie bei uns. Hier muß man meist vorher bezahlen, entweder an der Zapfsäule oder im Laden. Und da bei Bezahlung an der Zapfsäule mit Kreditkarte der Tankvorgang meist auf einen Höchstbetrag limitiert ist – der für PKW ausreichend ist, aber nicht für Balu – geht Johanna in den Laden und gibt dort den entsprechenden Betrag an, den wir tanken wollen. Diesmal war es aber nochmal „etwas“ nervenausreibender. 130 US $ sollten für unseren ersten 300 Ltr. Tank ausreichen, aber die Zapfsäule schaltet schon bei 50 Gallonen (=98 US $) ab, aber der Tank ist noch nicht voll. Johanna wieder in den Laden, reklamiert den Stopp – mittlerweile ist ein anderer Mitarbeiter an der Kasse, schaut bedröppelt und gibt dann was in seine Kasse ein und wir können wieder tanken. Nach weiteren 25 US $ ist der Tank voll. Johanna geht wieder in den Laden und will die verbliebenen 7 US $ holen oder auf die Kreditkarte zurückbekommen (jede Tanke macht das anders) – oh weh, der gute Mann hat irgendwie Murks gemacht und zu zweit rechnen sie rum, was denn jetzt auszuzahlen ist. Es wird der Taschenrechner, der Computer, Papier benutzt und irgendwann hören sie auf Johanna, die Ihnen schon mehrmals gesagt hatte, was sie rausbekommen möchte. OK, nach 30 min können wir weiter tanken, aber diesmal zahlen wir an der Zapfsäule – lieber mit Limit dreimal tanken, als noch einmal so. Da wir deshalb noch eine Weile an der Tankstelle beschäftigt waren, haben sie uns nochmal auf die erste Tankung angesprochen und nach langem hin und her hat sich rausgestellt, daß der zweite Mitarbeiter bei der Freigabe nach dem Stopp die weitere Tankung nicht auf unsere Kreditkarte sondern als Barzahlung verbucht hatte. Die 32 US $ fehlten aber nun in seiner Kasse, da bei Beendung des Tankvorgangs die Differenz der 130 US $ zu den getankten 98 US $ (= 32 US $) automatisch auf unsere Kreditkarte zurückging. Wir haben dann dem guten Mann die 32 US $ in bar gegeben, damit er heute nicht umsonst gearbeitet hat. Und da wir so viel Ärger mit Ihnen hatten, haben wir jeder ein Essen (Pulled Pork Sandwich mit Pommes) spendiert bekommen, das gibt’s auch nicht alle Tage.

Crossville, Samstag, 15.10.2016

Wetter: 25 Grad, Sonne

Heute bleiben wir auf unserem Parkplatz, wir müssen ein bißchen organisieren, putzen, ein paar Kleinreparaturen machen und vor allem – Blog schreiben !!

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Und da Johanna etwas erkältet ist, braucht auch sie einen Ruhetag.

Crossville, Sonntag, 16.10.2016

Wetter: 25 Grad, Sonne und ab und zu ein kleines Wölkchen

Zuerst ist mal wieder Wäsche waschen angesagt.

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Es geht weiter Richtung Norden, hier ist sehr viel Farmland, wenig Industrie, sehr idyllisch. Wir fahren durch eine kleine Ortschaft und sehen in einer Wiese – schön nebeneinander aufgereiht – uralte Autos. Na die schauen wir uns doch mal an.

Die aufgereihten Autos in der Wiese waren von der Straße aus zu sehen, aber als wir dann näher gekommen sind haben wir noch viele andere Autos entdeckt. Die sind ja fast schon so verwachsen wie die alten Maya Stätten in Südamerika ….. schade.

Glasgow, Montag, 17.10.2016

Wetter: 25 Grad, Sonne, teilweise sehr windig

Wir erreichen den Mammoth Cave National Park. Hier liegt das größte bisher erforschte Höhlensystem der Welt, es sind 640 km !! dieses Systems kartographiert und da wollen wir doch auch mal rein. Leider gibt es für heute keine Karten mehr – aber morgen um 10.15 Uhr geht’s in die Unterwelt. Wir gehen „oberirdisch“ wandern, geniessen den schönen Tag.

Nachmittags hauen wir uns ein paar Würstchen auf den Grill und relaxen etwas. Dann schreiben wir fleißig am Blog weiter.

Und weil wir wieder mal ein schönes Plätzchen zum Übernachten haben, beschließen wir gleich hier zu bleiben, in der Hoffnung daß niemand kommt. Denn wir befinden uns in einem Nationalpark und da ist außerhalb der Campingplätze „Overnight Parking“ verboten.

Mammoth Cave National Park, Dienstag, 18.10.2016

Wetter: 30 Grad, aber Gott sei Dank etwas windig

Wir wurden nachts nicht geweckt, entweder hat uns niemand von den Park Rangern gesehen oder es hat sie nicht gestört. Glück gehabt!

Gegen 10 Uhr gehen wir zum Visitor Center, wir haben ja gestern Eintrittskarten gekauft und um 10.15 Uhr geht die Tour los. Wir werden mit einem Bus zum Höhleneingang gebracht und da es in der Höhle kein elektrisches Licht gibt, bekommen wir Gaslampen.

In der Höhle sind etwa 15 Grad und wir sind begeistert! Hier hat die Natur die letzten Jahrtausende etwas einzigartiges geschaffen. Es gibt zwar auch „gewöhnliche“ Stalagniten und Stalagtiten, …

aber das besondere an dieser Höhle sind die „Blumen“ die hier wachsen. Hauchfein und zerbrechlich und funkeln wunderschön …

Nach unserer Tour fahren wir noch weiter bis Nashville, der Hauptstadt der Country- und Western Music – wir lassen uns überraschen.

Kosten:
Great Onyx Tour        US $ 18,00/Person

Nashville, Mittwoch, 19.10.2016

Wetter: wir sind wieder bei 35 Grad angelangt, Sonne pur, aber morgen erwarten wir einen Temperatursturz

Wir fahren mit Balu in die Innenstadt von Nashville, nach ein bisschen Suchen finden wir einen Parkplatz für 5 US $ Dollar den ganzen Tag. Für das Fahrrad war es uns diesmal zu weit, 15 km einfache Strecke bis in die Stadt – und außerdem viel zu warm.

Nach 10 Minuten Fußmarsch staunen wir das erste Mal – und das nicht schlecht! In Nashville gibt’s Elektrobusse und weil uns das natürlich interessiert sind wir diesmal diejenigen die Fragen stellen. Der Batteriekapazität reicht für 3 Stunden Stadtverkehr und die Aufladung der Batterie dauert max. 10 Minuten, dann geht’s wieder weiter für 3 Stunden. Wir finden das echt super und das im Land der unglaublich günstigen Spritpreise.

Die Downtown von Nashville ist sehr kompakt, unglaublich viele kleine Läden. Alte Plattenläden, kleine Radiosender, natürlich auch Touri Krimskrams. Aus jeder Kneipe kommt Live-Musik …

Ein paar Wolkenkratzer hat Nashville auch, die haben wir diesmal bewusst nicht fotografiert, Nashville mal anders …

Aus der Unionstation, dem Bahnhof, wurde ein Hotel…

Noch ein paar Bilder…

Und es gibt einen 1:1 Nachbau des Parthenon in Athen – nur komplett.

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Nashville, Donnerstag 20.10.2016

Wetter: bewölkt, nachmittags Regen, ca. 25 Grad

Erst einkaufen, dann fahren wir zu Jack Daniel´s in Lynchburg.

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Mittlerweile sind die Führungen nicht mehr kostenlos. Wir entscheiden uns , da wir noch weiterfahren wollen, für die „Dry County Distillery Tour“ (ohne anschließende Whiskey-Probe) – „Dry County“ deshalb, weil Lynchburg eine „trockene Stadt“ ist, in der kein Alkohol verkauft werden darf – ein Überbleibsel der Prohibition. Außer im Besucherzentrum von Jack Daniel´s – hier darf aufgrund einer eigens vom Senat erlassenen Erlaubnis, Whiskey verkauft werden.

Das Getreide wird gemahlen, kommt mit Wasser und Hefe in Gärbottiche und verbleibt dort 6 Tage. Dann wird destilliert und das Destillat (70%ig) braucht weitere 12 Tage um durch große Bottiche mit Holzkohle (ca. 3 m hoch) langsam durchzusickern. Die Holzkohle, aus Zucker-Ahorn, macht Jack Daniel´s selbst. Die zur Lagerung benötigten Fässer werden ebenfalls noch selbst aus Eichenholz produziert. Um dem Whiskey noch mehr Geschmack und Farbe aus dem Holz zu geben, werden die Fässer innen flambiert. Mit Quellwasser verdünnt kommt das Destillat in die Fässer und diese werden dann für mehrere Jahre in einem großen Gebäude, mit vielen Öffnungen in der ganze Fassade, gelagert.

Durch Temperaturschwankungen öffnen und schließen sich die Poren der Fasswände, dadurch dringt der Whiskey mehrfach ins Holz ein und wieder aus. Auf diese Weise nimmt er Farb- und Aromastoffe auf und je nachdem in welcher Höhe die Fässer gelagert werden, „atmen“ die Fässer anders und es entsteht unterschiedlicher Geschmack und Farbe.

Und das ist das Ergebnis:

Kosten:
Dry County Distillery Tour        US $ 14,00/Person

Pulaski, Freitag, 21.10.2016

Wetter: es ist deutlich kühler, windig, 17 Grad

Die Nacht ist ruhig, wir hatten eventuell an Gewitter gedacht. Gestern Abend waren doch ein paar größere Wolken am Himmel zu sehen.

Für heute ist nur die Fahrt nach Memphis geplant und so verbringen wir den Tag auf dem „Hwy 64 West“ bis wir am späten Nachmittag nach 302 km Memphis erreichen.

Memphis, Samstag, 22.10.2016

Wetter: perfekt, 20 Grad und blauer Himmel

Wir fahren mit dem Fahrrad nach Downtown, nach etwa einer halben Stunde erreichen wir die Sun Studios. Es ist ein altes Tonstudio und bezeichnet sich selbst als den „Birthplace of Rock & Roll“. Kunden waren Jonny Cash, usw. – und Elvis war natürlich auch hier …

Die Beale Street war dann unser nächstes Ziel, hier reiht sich eine Kneipe und Restaurant an das andere, wirkt aber alles sehr aufgesetzt, fast ein bisschen wie ein Freizeitpark.

Eine Besonderheit gibt es hier aber dennoch und zwar einen eingesessenen uralten Laden, A.Schwab, mit dem Motto: Was Sie hier nicht finden, brauchen Sie nicht ! Verrückt, aber hier gibt es jeden Sch….

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Über die Main Street sind wir dann zur Pyramide direkt am Mississippi Ufer. Eigentlich nichts aufregendes, aber darin befindet sich „Bass Pro Shop“. Ein Spezialist für „Outdoor“ (Fischen, Jagen, Camping,…), der Laden ist gigantisch, mit Flusslauf durch den Laden usw.

Und weil man in den USA gerne und viel zum Jagen geht braucht man(n) natürlich auch ein Knarre …